Mindestens drei Tote
Gebäude mit Rebellen in Kaschmir gesprengt

Während des Besuchs des indischen Ministerpräsidenten Atal Behari Vajpayee in Kaschmir ist es am Donnerstag erneut zu Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und muslimischen Extremisten gekommen.

HB/dpa SRINAGAR. Wie der Polizeichef der Stadt Srinagar, Gopal Sharma, mitteilte, wurden mindestens drei Menschen getötet, als Sicherheitskräfte ein Hotel sprengten, in dem sich Rebellen verschanzt hielten. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass sich in den Trümmern des völlig zerstörten Gebäudes noch weitere Todesopfer befinden, sagte der Polizeioffizier. Zwei Zivilisten und fünf Polizisten seien verletzt worden, darunter auch ein hochrangiger Polizeioffizier.

Die muslimischen Rebellen hatten sich in dem Hotel verschanzt, nachdem sie eine benachbarte Telekommunikationszentrale angegriffen hatten. Die ganze Nacht über lieferten sie sich Schusswechsel mit den Sicherheitskräften. Am Morgen wurden das Hotel dann nach Berichten von Augenzeugen mit Granaten beschossen und gesprengt.

Bei den Todesopfern, die aus den Trümmern geborgen wurden, soll es sich um einen Polizisten, einen Journalisten und einen Lokalpolitiker handeln. In dem Gebäude waren neben dem Hotel auch die Büros zweier Zeitungen untergebracht. Vor dem Angriff auf das Hotel hätten Polizisten rund 20 Zivilisten in Sicherheit gebracht, hieß es. Ministerpräsident Vajpayee ist bis Donnerstagmittag für eine Konferenz in Srinagar. In der Sommerhauptstadt des indischen Teils Kaschmirs war es bereits am Mittwoch zu einer Serie von Anschlägen gekommen, bei denen mindestens ein Grenzpolizist getötet worden war.

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