Mindestens sechs Tote: Schwere Explosionen auf den Philippinen

Mindestens sechs Tote
Schwere Explosionen auf den Philippinen

Bei drei Bombenanschlägen auf den Philippinen sind am Montag mindestens sechs Menschen getötet und insgesamt mehr als 60 weitere verletzt worden. Die Bomben explodierten vor einem Einkaufszentrum und einem Busbahnhof auf der südlichen Insel Mindanao sowie in einem Bus der Hauptstadt Manila. Die radikalislamische Gruppe Abu Sayyaf bekannte sich zu der Anschlagsserie.

HB MANILA. Die meisten Opfer gab es, als ein Sprengsatz in einem Bus detonierte, der gerade über eine Stadtautobahn in Makati, dem Finanzbezirk von Manila, fuhr. Nach Polizeiangaben starben drei Menschen, rund 40 weitere erlitten Verletzungen. Die Explosion im abendlichen Berufsverkehr sei sehr stark gewesen, sagte Polizeidirektor Avelino Razon. Zwei weitere Busse seien in Mitleidenschaft gezogen worden.

Vor einem Einkaufszentrum der Stadt General Santos, etwa 1000 Kilometer südlich der Hauptstadt, war eine Stunde zuvor ein Sprengsatz explodiert, der in einem geparkten Dreiradfahrzeug verborgen war. Dabei seien drei Menschen umgekommen, mindestens 19 weitere seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Zum selben Zeitpunkt ereignete sich in einem Busbahnhof der ebenfalls auf Mindanao gelegenen Stadt Davao eine weitere Explosion. Nach Militärangaben gab es dort fünf Verletzte. In einem Vorort von Manila entdeckte eine Polizeistreife rechtzeitig einen vierten Sprengsatz. Ein Verdächtiger konnte flüchten.

Im Süden des Inselstaats sind mehrere radikalislamische Rebellenbewegungen aktiv, die für eine Abspaltung von den überwiegend katholischen Philippinen kämpfen. In der vergangenen Woche waren die Kämpfe auf der Insel Jolo erneut aufgeflammt. Bei den Gefechten zwischen Anhängern des inhaftierten Chefs der muslimischen Moro- Nationalen Befreiungsfront Nur Misuari und der Armee starben Dutzende Kämpfer auf beiden Seiten. Die mit El Kaida in Verbindung stehende Abu-Sayyaf-Gruppe hatte vor fünf Jahren mit der Entführung von 21 Touristen, darunter drei Deutschen, international Schlagzeilen gemacht.

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