Mindestens zehn Tote bei Angriff auf Demonstranten Annan verlangt von Israel ein Ende der Gewalt in Gaza

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Palästinenserpräsident Jassir Arafat verurteilte den Angriff als „Kriegsverbrechen“ und sprach von einem „Massaker“. Zugleich forderte er die internationale Staatengemeinschaft in Ramallah eindringlich auf, alles zu tun, um die israelische Militäroffensive zu stoppen. Die Palästinensische Autonomiebehörde verlangte vom UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen Israel. Das höchste UN-Gremium kam am Abend in New York zu Beratungen zusammen. In der Nacht zuvor hatten sich die arabischen Staaten bei Konsultationen nicht mit der Forderung nach einer Verurteilung des israelischen Vorgehens durchsetzen können.

Nach palästinensischen Angaben hatte sich die Lage in Rafah schon vor dem Angriff verschärft. Die Armee habe den Abtransport von Verletzten verhindert. Scharfschützen seien auf Dächern positioniert und eröffneten bei jeder Bewegung das Feuer, hieß es. Einwohner berichteten, Soldaten hätten sie über Lautsprecher aufgefordert, die Häuser mit weißen Flaggen zu verlassen und sich in einer örtlichen Schule zu versammeln. Mindestens 100 Palästinenser, alles junge Männer, seien dort festgenommen worden. Mitarbeiter der israelischen Organisation „Ärzte für Menschenrechte“ berichteten, es sei teilweise auch auf Palästinenser geschossen worden, die sich ergeben wollten.

Am Vortag hatten Soldaten in Rafah begonnen, mit Bulldozern Häuser im Grenzbereich zu Ägypten zu zerstören. Auch am Mittwoch wurden nach palästinensischen Angaben mehrere Häuser den Erdboden gleich gemacht. Nach Armeeangaben soll mit dem Einsatz der illegale Waffenschmuggel durch Grenztunnel bekämpft werden.

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