Mindestens zehn Tote bei neuen Kämpfen: Kolumbien kommt nicht zur Ruhe

Mindestens zehn Tote bei neuen Kämpfen
Kolumbien kommt nicht zur Ruhe

Auch in den vergangenen Stunden gingen die Kämpfe zwischen den linken Rebellen und dem kolumbianischem Militär weiter. Mindestens ein Soldat und neun Guerilleros seien den neuen Auseinandersetzungen zum Opfer gefallen, berichten Medien.

HB BOGOTA. Die meisten Toten gab es bei einem Gefecht mit den marxistischen „Revolutionären Streitkräften Kolumbiens“ (FARC) in der Provinz Antioquia. Dort starben bei der Einnahme von zwei FARC-Lagern nach offiziellen Angaben vom Sonntag sechs Rebellen und ein Soldat. Weitere neun Rebellen und zwei Soldaten seien verwundet worden. Die FARC hatten vor zwei Wochen eine Offensive gestartet, bei der bereits etwa 90 Menschen getötet worden sind.

Im Nordosten des Landes erschossen die Streitkräfte nach eigenen Angaben drei Rebellen vom „Nationalen Befreiungsheer“ (ELN), der zweitgrößten Rebellengruppe des Landes. Politische Beobachter in Bogotá schlossen nicht aus, dass die vermehrten Kämpfe der vergangenen Tage mit der zunehmenden Entwaffnung der rechtsextremen Paramilitärs zu tun haben könnte. Die linken Rebellen würden versuchen, die von den Paramilitärs aufgegebenen Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen. Die landesweit etwa 20 000 Paramilitärs hatten im Rahmen von Friedensverhandlungen mit der Regierung zugesagt, bis Jahresende ihre Waffen niederzulegen.

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