Mindestens zehn Tote
Flüchtlingsboot vor Lampedusa gesunken

Vor der italienischen Mittelmeer-Insel Lampedusa ist ein Boot mit 120 Flüchtlingen an Bord gesunken. Mindestens zehn Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

HB ROM. Nach Angaben der Hafenbehörden von Palermo hat ein Schiff der italienischen Marine das zehn Meter lange Boot am frühen Samstagmorgen südlich von Lampedusa entdeckt. Rettungsboote seien abgesetzt worden, erklärte Admiral Ferdinando Lavaggi. Etwa 70 Menschen seien gerettet und zunächst zehn Leichen geborgen worden. Die Suche nach den noch vermissten Flüchtlingen wurde mit Hilfe von Schiffen, Hubschraubern und Flugzeugen fortgesetzt.

Zunächst waren die Einsatzkräfte von rund 80 Geretteten ausgegangen. Küstenwache und Marine setzten ihre Rettungsbemühungen mit mindestens neun Schiffen fort und wurden dabei auch von Hubschraubern unterstützt. Die Küstenwache ging am späten Vormittag davon aus, dass noch zwischen 30 und 40 Menschen aus dem Boot vermisst werden. „Die Zahlen sind in solchen Fällen nie präzise, aber wenn die Angaben der Flüchtlinge auch nur annähernd stimmen, dann dürften es nach dem gegenwärtigem Stand der Dinge noch so viele sein“, sagte der Offizier Cristiano Aliperta.

Die Flüchtlinge hatten seinen Angaben zufolge von 100 bis 120 Menschen an Bord gesprochen. Das Boot verunglückte etwa 16 Kilometer vor Lampedusa. Den Angaben zufolge hatte die italienische Marine das Boot bereits vor dem Unglück entdeckt und war ihm mit einem Schiff gefolgt. Daher sei die Rettung der Menschen schnell angelaufen, sagte der Sprecher.

Lampedusa ist ein häufig angesteuertes Ziel von Flüchtlingen, die sich in Nordafrika sammeln und nach Italien überzusetzen versuchen. In den vergangenen Wochen haben tausende Menschen aus Afrika versucht, Europa zu erreichen.

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