Mindestens zwei Tote - al-Aksa-Brigaden bekennen sich zu Anschlag
Neuer Selbstmordanschlag in Jerusalem

Eine Selbstmordattenttäterin hat sich in Jerusalem in die Luft gesprengt und dabei mindestens einen Menschen mit in den Tod gerissen. 17 weitere Menschen wurden verletzt.

HB JERUSALEM. Eine palästinensische Selbstmordattentäterin hat in Jerusalem mindestens einen Menschen mit sich in den Tod gerissen. Die Frau habe sich an einer Haltestelle in die Luft gesprengt, an der Soldaten auf Mitfahrgelegenheiten warten, teilte die israelische Polizei mit. Zu dem ersten tödlichen Anschlag in Jerusalem seit sieben Monaten bekannten sich nach israelischen Berichten die militanten Al-Aksa-Brigaden. Die Explosion habe 17 Menschen verletzt.

Die Al-Aksa-Brigaden hatten Israel Rache angekündigt, nachdem die Armee im Westjordanland binnen einer Woche acht führende Mitglieder der Brigaden, die zur Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat gehören, getötet hatten. Der israelische Ministerpräsident drohte Arafat vor dem Anschlag erneut. Arafat werde „bekommen, was er verdiene“, sagte Scharon in einem Radiointerview.

An dem Tatort seien bereits zuvor Anschläge verübt worden, sagte der Polizeichef von Jerusalem, Ilan Franko. „Eine Selbstmordattentäterin hat sich an der Kreuzung in der Nähe der Busse gesprengt“, sagte er. Die Frau zündete ihre Bombe, bevor sie durchsucht werden konnte. Unter den Verletzten war auch ein neun Jahre alter Junge. Bei dem letzten schweren Selbstmordanschlag in Israel waren am 31. August in Beerschewa 16 Menschen getötet und rund 100 verletzt worden.

Israelische Soldaten erschossen im Norden des Gazastreifens einen militanten Palästinenser. Der Mann habe sich unweit des Eres-Übergangs im Morgennebel einem Zaun genähert, um eine Bombe zu legen, teilte das Armeehauptquartier in Tel Aviv mit. Palästinenser erklärten, der Getötete habe dem bewaffneten Arm des Islamischen Dschihad angehört.

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