Mindestlohn in Fast Food-Ketten
Burgerstreik lähmt den Times Square

Mit Broadway-Beleuchtung lockt McDonald's am New Yorker Times Square die Kundschaft. Doch am Donnerstag blockierten Fast Food-Mitarbeiter den Eingang. Sie fordern höheren Mindestlohn - und bekamen Ärger mit der Polizei.
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New YorkMitarbeiter von Fastfood-Ketten in den USA haben am Donnerstag erneut mit Streiks im ganzen Land für höhere Löhne demonstriert. Neben einer besseren Bezahlung fordern sie auch das Recht, sich in Gewerkschaften zusammenzuschließen.

In den Vereinigten Staaten bekommen die meisten Beschäftigten in der Branche derzeit den Mindestlohn von 7,25 Dollar (5,50 Euro) pro Stunde. Sie verlangen mindestens 15 Dollar (etwa 11,40 Euro).

In New York nahm die Polizei 19 Streikende vorübergehend fest, die vor einem McDonald's am Times Square eine Sitzblockade starteten. Die Demonstranten hätten den Verkehr behindert, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt versammelten sich hunderte unzufriedene Fastfood-Angestellte auf dem berühmten Platz mitten in Manhattan. Auch in Las Vegas und Detroit wurden Demonstranten in Handschellen gelegt, weil sie Straßen nicht verließen.

Die Organisatoren, unter ihnen mehrere Gewerkschaften, hatten für den Donnerstag Proteste im ganzen Land angekündigt und die Teilnehmer zu gewaltlosem zivilen Ungehorsam aufgefordert. Nach Angaben der Organisatoren waren Angestellte von McDonald's, Burger King und anderen Schnellrestaurants in rund 150 Städten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, darunter Chicago, Detroit, Miami, Denver und Los Angeles.

Seit Ende 2012 suchten Mindestlohn-Aktivisten in den USA immer wieder neue Ansätze, um den Zulauf und die mediale Aufmerksamkeit zu erhöhen. Ende 2012 waren erstmals Fastfood-Angestellte in New York auf die Straße gegangen, um gegen die Arbeitsverhältnisse zu protestieren. Später weiteten sich die Proteste auf mehr als hundert Städte in den USA aus. Im Mai hatte die Internationale Gewerkschaft für Nahrung, Landwirtschaft, Hotel, Gaststätten, Catering und Tabak (IUF) aus Solidarität mit den US-Angestellten einen weltweiten Protesttag organisiert.

Einer Studie des Economic Policy Instituts zufolge leben fast 17 Prozent der Beschäftigten in der US-Gastronomie unterhalb der Armutsgrenze.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Associated Press / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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