Minister verletzt
Anschlagsserie im Irak

Auch zu Weihnachten ist im Irak kein Frieden eingekehrt. In der Nacht zu Mittwoch haben US-Streitkräfte erneut Teile Bagdads bombardiert. Eine Anschlagsserie hat am Mittwoch mehrere Menschenleben gefordert.

HB BAGDAD. Mindestens drei Menschen kamen bei der Explosion einer Autobombe vor dem kurdischen Innenministerium in der nördlichen Stadt Erbil ums Leben, wie der arabische Fernsehsender El Dschasira berichtete. In der Hauptstadt Bagdad wurde der irakische Minister für Wissenschaft und Technologie, Raschad Omar, bei einer Bombenexplosion verletzt. Bei einer weiteren Bombenexplosion an einer Straße im Nordwesten Bagdads wurden ein Iraker getötet und vier weitere verletzt. Bereits in der Nacht war Bagdad von Explosionen erschüttert worden, die mit einer US-Militäroperation zusammenhingen.

Bei einer viertägigen Razzia in der Stadt Rawa, nördlich von Bagdad, nahmen US-Soldaten nach einem Bericht von El Dschasira rund 80 Iraker fest. Dabei handele es sich um Mitglieder der verbotenen Baath-Partei und islamische Extremisten. Es seien auch Waffen beschlagnahmt worden, hieß es.

Unter den Todesopfern in Erbil waren laut El Dschasira ein Angestellter des Ministeriums, ein Polizist und ein Passant, 20 Menschen seien verletzt worden. Das Gebäude sei in Brand geraten, Nachbargebäude seien beschädigt worden. Wahrscheinlich habe sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Im November sei ein Selbstmordanschlag auf dasselbe Gebäude vereitelt worden.

Bei dem Anschlag auf den Minister in Bagdad war der Sprengsatz an einer Straße im zentral gelegenen Stadtteil Dawud explodiert, als Omar in seinem Auto vorbeifuhr, sagten Augenzeugen. Sein Leibwächter sagte, der Minister sei leicht verletzt worden.

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