Ministerposten
Hisbollah regiert im Libanon mit

Der libanesische Ministerpräsident Saad al-Hariri nimmt zwei Vertreter der oppositionellen Hisbollah in sein Kabinett auf. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich zufrieden über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit.
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HB BEIRUT/NEW YORK. Fünf Monate nach den Parlamentswahlen im Libanon steht offensichtlich die neue Regierung. Ihr gehörten 30 Minister an, kündigte der vom Westen unterstützte Ministerpräsident Saad Hariri am Montagabend in Beirut an. „Endlich ist die Regierung der nationalen Einheit gebildet“, sagte Hariri nach einem Treffen mit Präsident Michel Suleiman. Damit werde ein neues Kapitel in der Geschichte des Landes aufgeschlagen, betonte Hariri. Immer wieder hatte es in der Vergangenheit Streit um die Zusammensetzung des Kabinetts gegeben, zeitweise herrschten chaotische Zustände im Libanon.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich zufrieden über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit. Ban hoffe, dass die politischen Führer des Libanon weiter im Geiste der Einheit, des Dialogs und der Zusammenarbeit kooperieren werden, hieß es in einer Mitteilung der Vereinten Nationen vom Montag in New York.

In der neuen Regierung der nationalen Einheit repräsentierten 15 Minister das Lager der westlich orientierten Mehrheit, zehn stünden für die pro-syrische Opposition unter Führung der radikal-islamischen Hisbollah und fünf seien Gefolgsleute von Staatspräsident Michel Suleiman. Damit werde in der Geschichte des Landes eine neue Seite aufgeschlagen, sagte Hariri. Die USA und die EU hatten in den vergangenen Wochen wiederholt auf eine rasche Regierungsbildung in Beirut gedrungen.

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