Ministerpräsident Ariel Scharon bekräftigt Absicht Jassir Arafat auszuweisen
Drei Soldaten bei Selbstmordanschlag in Westjordanland verletzt

Nachdem Israel am Montag mit Hubschraubern Ak-Aksa-Brigaden getötet hatte, folgte heute die Rache der Palästinenser. Unterdessen verglich Israels Ministerpräsident Ariel Scharon Palästinenser-Führer Jassier Arafat mit bereits getöteten Hamas-Führern.

HB JERUSALEM. Bei einem palästinensischen Selbstmordanschlag im nördlichen Westjordanland sind heute mindestens drei Israelische Soldaten verletzt worden. Der Israelische Rundfunk meldete, der Angreifer habe sich in der Nähe der Palästinenserstadt Kalkilia neben einer Patrouille in die Luft gesprengt. Einer der Soldaten erlitt schwere, die beiden anderen nur leichte Verletzungen.

Wenige Stunden vor dem Anschlag hatte Israel am Montagabend mit einem Hubschrauberangriff in Dschenin im Westjordanland drei Mitglieder der radikalen Al-Aksa-Brigaden getötet. Unter den Getöteten, die in einem Auto unterwegs waren, befand sich nach palästinensischen Angaben auch ein örtlicher Führer der Extremistengruppe. Mahmud Abu Chalifa, dem Israel die Beteiligung an tödlichen Anschlägen vorwirft, war zuvor zwei Mal ähnlichen Liquidierungsversuchen entkommen. Sacharia Subeidi, der Führer der Al-Aksa-Brigaden in Dschenin, kündigte nach dem Israelischen Angriff einen raschen Vergeltungsanschlag in Tel Aviv an.

Der Israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat unterdessen Absichten zur Ausweisung des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat bekräftigt. In Feiertagsinterviews mit den großen Israeischen Tageszeitungen zum jüdischen Neujahr, verglich Scharon Arafat sogar mit den von Israel gezielt getöteten Führern der radikal-islamischen Hamas-Bewegung. „Wir sind zum passenden Zeitpunkt gegen Scheich Ahmed Jassin und Abdel Asis Rantisi vorgegangen“, sagte der Premier. „Genauso werden wir es mit Arafat tun.“

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