Ministerpräsidenten-Treffen
Nord- und Südkorea vereinbaren erste Kooperation

Süd- und Nordkorea haben im Rahmen des ersten Treffens ihrer Ministerpräsidenten seit 15 Jahren die Gespräche über Entspannung und eine verstärkte Zusammenarbeit fortgesetzt. Nun hat es die erste Einigung gegeben.

HB SEOUL. Die Staaten wollen einen regelmäßigen Güterzugverkehr zwischen Süd- und Nordkorea aufnehmen. Die Züge sollen in die nordkoreanische Stadt Kaesong fahren, wo bereits ein gemeinsames Industriezentrum eingerichtet wurde. Die Grundsatzvereinbarung vom Donnerstag ist das erste greifbare Ergebnis der Gespräche zwischen den Ministerpräsidenten aus dem kommunistischen Norden und dem prowestlichen Süden.

Die Aufnahme des Güterzugverkehrs könnte dem Kaesong-Projekt neuen Auftrieb geben, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Vereinigungsministeriums, Kim Nam Shik. Im Mai gab es erste Tests auf der grenzüberschreitenden Bahnstrecke mit einer Länge von 25 Kilometern. Wann der regelmäßige Verkehr aufgenommen werden soll, war noch Gegenstand der Verhandlungen.

Die Ministerpräsidenten Kim Yong Il aus dem Norden und Gastgeber Han Duck Soo kamen am Donnerstag in einem Hotel in Seoul zusammen. Zum Auftakt der ersten Gespräche auf dieser hochrangigen Regierungsebene seit 15 Jahren hatte sich Han am Mittwoch für eine baldige Umsetzung gemeinsamer Wirtschaftsprojekte ausgesprochen. Im Gespräch sind auch eine gemeinsame Fischereizone und der Bau gemeinsamer Werften in Nordkorea. Kim Yong Il bleibt bis Freitag in Seoul.

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