Missbrauchsfälle
Obama lässt US-Militärführung strammstehen

Spitzenvertreter des US-Militärs sind zum Krisentreffen mit Barack Obama berufen worden. Der US-Präsident sagte, die jüngsten Fälle von sexuellem Missbrauch schwächten die Schlagkraft Amerikas.
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WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat einen nachhaltigen Kampf gegen sexuellen Missbrauch beim amerikanischen Militär angekündigt. Dabei dürfe kein Stein auf dem anderen bleiben, sagte Obama am Donnerstagabend nach einem Krisengipfel mit Verteidigungsminister Chuck Hagel und zahlreichen Spitzenvertretern des US-Militärs.

Die Militärführung sei beschämt darüber, dass es nicht gelungen sei, den sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen einzudämmen. „Sie kümmern sich darum, sie sind wütend darüber“, sagte der Präsident weiter. Die jüngsten Fälle schwächten die Schlagkraft Amerikas. Es gebe keine einfache Lösung für das Problem, wichtig sei jedoch vor allem, dass die Opfer nicht stigmatisiert würden und keine Angst vor Rache haben dürften.

Anlass für das Krisentreffen waren Enthüllungen, dass zwei eigentlich für den Schutz vor sexuellen Übergriffen zuständige Soldaten selbst unter Missbrauchsverdacht stehen. Am Donnerstagabend wurde ein dritter Fall bekannt: Ein Soldat, der ebenfalls ein solches Programm leitet, wurde seines Postens enthoben. Ihm wird Stalking vorgeworfen, er sei sogar vorübergehend festgenommen worden, sagte ein Armeesprecher in Fort Campbell im Staat Kentucky.

Neben diesen Fällen beunruhigt die schiere Masse sexueller Vergehen: Nach einem kürzlich veröffentlichten Pentagon-Bericht sollen bis zu 26.000 Angehörige des Militärs im vergangenen Jahr belästigt worden sein. Insgesamt dienen 1,4 Millionen Männer und Frauen im US-Militär.

Armeeechef General Ray Odierno hatte vor dem Krisengipfel in einer öffentlichen Botschaft an alle Soldaten erklärt, die Armee scheitere mit dem Versuch, sexuelle Gewalt sowie sexuelle Belästigung zu bekämpfen. „Es ist Zeit, den Kampf gegen sexuelle Übergriffe und sexuelle Belästigung als unsere vorrangige Mission zu sehen“, schrieb er.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Hatte nicht erst kürzlich ein japanischer Politiker den "Einsatz" von sog. "Trostfrauen" gerechtfertigt?

  • Der sexuelle Druck bei jungen Männern ist von der Natur gewollt. Wenn die Männer über Wochen oder Monate im Einsatz sind gibt es manchmal ein Problem. Lösung: Die Armee stellt Prostituierte ein.

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