Misshandlungs- und Korruptionsvorwürfe
Palästinensische Spezialeinheit wird aufgelöst

Als erster Schritt in der Reform der palästinensischen Sicherheitskräfte wird eine umstrittene Spezialeinheit abgeschafft. Den Mitgliedern wird Gewalt und Korruption vorgeworfen.

HB BERLIN. Eine umstrittene Eliteeinheit der palästinensischen Sicherheitskräfte wird aufgelöst. Brigadegeneral Abu Schbak, zuständig für präventive Sicherheitsmaßnahmen, sagte, er werde die rund 70 Mann starke Elitetruppe nach Misshandlungs- und Korruptionsvorwürfen abschaffen.

Die Auflösung der Einheit ist der erste Schritt einer Reform der palästinensischen Sicherheitskräfte. Die Truppe war vor einem Jahr zur Bekämpfung von Militanten und Kriminellen gegründet worden. Mitgliedern der Einheit wurden jedoch wiederholt Einschüchterung und Gewalt vorgeworfen.

«Wir stehen einer neuen Phase gegenüber und müssen uns vom Chaos auf den palästinensischen Straßen und all jenen, die dafür verantwortlich sind, verabschieden», sagte Schbak.

Schbak kündigte ein neues Komitee in der regierenden Fatah-Bewegung an, das für die ihre gespaltenen Milizen - darunter auch die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden - zusammenführen soll. «Diese Gruppen müssen unter Kontrolle gebracht werden und es muss eine zentrale Führung geben, die für ihre Aktionen verantwortlich gemacht werden kann», sagte der Brigadegeneral.

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