Mit Außenminister Fischer telefoniert
Powell legt überarbeitete Irak-Resolution vor

Deutschland und weitere Mitglieder des Uno-Sicherheitsrates haben am Mittwoch einen überarbeiteten Entwurf der Irak-Resolution vorgelegt bekommen - als Reaktion auf die kühl aufgenommene erste Fassung.

HB WASHINGTON. Insbesondere Frankreich und Deutschland dringen auf eine rasche Rückkehr Iraks zur Souveränität. In dem mit den Ratskollegen telefonisch besprochenen Entwurf sei die Kritik eingeflossen, dass die Beschreibung des politischen Prozesses in der ersten Vorlage zu vage gewesen sei, sagte der Sprecher des US-Außenamts, Richard Boucher. Der neue Entwurf definiere auch deutlicher die Rolle eines Uno-Repräsentanten im Irak. Ferner werde nunmehr deutlich, dass der Einsatz einer internationalen Truppe im Irak an das Ziel einer Übergabe der Macht an die Iraker gekoppelt sei. Der Entwurf soll voraussichtlich diese Woche dem Uno-Sicherheitsrat vorliegen.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin teilte mit, Powell habe mit Außenminister Joschka Fischer telefoniert. Laut Boucher sprach Powell auch mit seinem britischen Kollegen Jack Straw, dem französischen Außenminister Dominique de Villepin, Russlands Außenminister Igor Iwanow und der spanischen Kollegin Ana Palacio. Powell habe einen schriftlichen Entwurf in der Tasche und habe seinen Gesprächspartnern mitgeteilt, welche Änderungen gegenüber dem ersten Text vorgenommen worden seien. Boucher ergänzte: „Eines unserer schon seit längerem verfolgten Ziele ist es, die Aussichten auf weitere Beiträge (anderer Staaten) zu erhöhen“. Insbesondere gehe es um Staaten, in denen für einen Einsatz ein Uno-Mandat oder andere Resolutionen gesetzlich erforderlich sein.

Die USA hatten am Montag angekündigt, dass ein demnächst vorliegender veränderter Entwurf konkrete Schritte darlegen werde, wie den Irakern die volle Kontrolle über ihr Land zurückgegeben werden solle. Die verstärkten US-Bemühungen um Unterstützung im Irak erfolgen vor dem Hintergrund steigender Kosten der US-Besatzung im Irak und nicht nachlassender Angriffe auf US-Soldaten.

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