Mit Hilfe der USA
Kurden und Armee im Irak greifen Rebellen an

Kurdische Peschmerga-Milizen haben den von den Extremisten gehaltenen Mossul-Staudamm im Nordirak vollständig zurückerobert. Das Bauwerk ist die größte Talsperre des Landes. Nun soll auch die Stadt selbst befreit werden.
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BagdadUnterstützt von der US-Luftwaffe gehen im Nordirak Kurden und Regierungstruppen nach wochenlangen Abwehrkämpfen zum Angriff auf die radikal-islamischen Rebellen über. Peschmerga-Milizen und irakische Spezialeinheiten hätten Kämpfer des Islamischen Staates (IS) vom strategisch wichtigen Mossul-Staudamm vertrieben, berichtete das staatliche Fernsehen am Montag.

Das nächste Ziel sei die Befreiung der Millionenstadt Mossul selbst, kündigte ein Sprecher der Antiterror-Einheiten in Bagdad an. Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftwaffe habe Stellungen der Rebellen in der Nähe des Staudammes angegriffen und zum Teil zerstört.

Fortschritte zeichneten sich bei der Bündelung der Kräfte gegen den Islamischen Staat ab. Die Kurden kündigten an, sie würde sich an der Bildung einer neuen Regierung des Landes beteiligen. Zwar widersprach eine dem Islamischen Staat nahestehende Medien-Organisation per Twitter der Darstellung, die Rebellen hätten die Kontrolle über den Mossul-Staudamm verloren.

Allerdings erklärte auch der irakische Außenminister Hoschijar Sebari, der Staudamm, der für die Stromversorgung Mossuls und der Region eine entscheidende Rolle spielt, sei eingenommen worden.

„Die neue Taktik schneller Überraschungsangriffe hat sich als erfolgreich erwiesen, und wir sind entschlossen, diese neue Angriffstaktik mit Hilfe der Aufklärung durch die Amerikaner fortzusetzen“, sagte der Sprecher der Antiterror-Einheiten.

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68 US-Luftangriffe auf Rebellen-Stellungen

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