Mit Scheitern wird gerechnet
US-Behörden proben den Ernstfall

HB NEW YORK. An der US-Ostküste hat die umfangreichste Anti-Terror-Übung in der Geschichte der Vereinigten Staaten begonnen. 10 000 Einsatzkräfte und "Opfer" spielen eine Woche lang die Reaktion auf Anschläge mit chemischen und biologischen Waffen durch. Die Kosten belaufen sich auf umgerechnet 12 Mill. Euro. Wie die BBC berichtet, haben Großbritannien und Kanada Beobachter entsandt.

Gestartet wurde die Übungsserie im Staat New Jersey, wo die Einsatzkräfte mit einem vermeintlichen Attentat mit Krankheitserregern konfrontiert wurden, die aus einem Auto versprüht wurden. Ein herbeigeschaffter Roboter inspizierte den Wagen per Videokamera, Ärzte untersuchten einen "Patienten", der sich mutmaßlich mit dem Virus infiziert hatte.

In Connecticut wurde im Hafen der Stadt New London ein Chemiewaffen-Anschlag inszeniert. Dutzende Freiwillige spielten verletzte Buspassagiere; die Fahrzeuge waren nach dem Freiwerden des Giftgases vermeintlich zusammengestoßen. Die Gouverneurin des Staates, Jodi Rell, rief im Zuge der Übung den Notstand aus.

US-Heimatschutzminister Michael Chertoff versicherte, es gehe bei der Übung nicht darum, die Einsatzkräfte "gut aussehen zu lassen". Vielmehr sei damit zu rechnen, dass sie in einigen Fällen scheiterten. Dies sei die beste Methode, um aus Fehlern zu lernen.

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