Mit Steinen beschwert
Weitere Leichen im Tigris gefunden

HB BERLIN. Jeden Tag werden im Irak Geisel genommen, ohne dass alle Entführten befreit oder freigekauft werden. In dem irakischen Fluss Tigris werden hingegen fast täglich Leichen gefunden. Die Tageszeitung «Al Mada» berichtete, 19 Tote seien nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad entdeckt worden.

Erst am Mittwoch hatte die Polizei südöstlich der Hauptstadt 58 Tote im Tigris entdeckt, darunter auch Frauen und Kinder. Die Toten wurden mit der Geiselnahme in dem Dorf Madain in Verbindung gebracht, wo am vergangenen Wochenende rund 70 Schiiten von sunnitischen Extremisten entführt worden waren.

Von den 58 Toten aus dem Fluss konnten nach Angaben eines Krankenhauses aber nur sieben als Bewohner des Dorfes identifiziert werden. In dem Bericht von «Al Mada» heißt es, die meisten der im Tigris gefundenen Leichen könnten überhaupt nicht mehr identifiziert werden. Die Zeitung zitiert Polizisten, wonach die Toten so zerfallen oder zerschossen sind, dass es unmöglich ist, sie zu erkennen.

Manche der Leichen werden demnach mit Steinen beschwert, um ein Auftauchen zu verhindern. Andere seien mit verbundenen Händen in den Fluss geworfen worden, was darauf hindeutet, dass sie zu dem Zeitpunkt noch lebten und ertrinken sollten.

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