Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums wurden verletzt
Mindestens elf Tote bei Selbstmordanschlag in Bagdad

Bei einem Autobombenanschlag nahe dem Hauptquartier der US-Armee in Bagdad sind nach Angaben des US-Militärs mindestens elf Menschen ums Leben gekommen, rund 30 Menschen wurden verletzt. Gleichzeitig geht das Bangen um die zweite bulgarische Geisel weiter. Die Regierung in Sofia erklärte, dass sie sich den Entführern nicht beugen werde und lehnt es ab, die 470 Soldaten aus dem Irak abzuziehen.

HB BAGDAD. Bei einem Autobomben-Anschlag nahe dem Hauptquartier der US-Armee in Bagdad sind am Mittwoch mindestens elf Iraker getötet und 30 weitere verletzt worden.

Ministerpräsident Ijad Allaui nannte den schwersten Anschlag seit der Machtübergabe Ende Juni eine „offene Aggression gegen das irakische Volk“, als er den Tatort vor der stark gesicherten „Grünen Zone“ besichtigte. Die Täter würden zur Rechenschaft gezogen. Nach Allauis Worten starben sieben Zivilisten und vier Angehörige der irakischen Nationalgarde. Die bulgairsche Regierung kündigte an, dass sie trotz der Enthauptung eines verschleppten Landsmanns an ihrem Militäreinsatz im Irak festhalten wolle.

In dem Viertel am Ufer des Tigris befinden sich auch Gebäude der irakischen Übergangsregierung, die Botschaften der USA and Großbritanniens sowie ausländische Firmenvertretungen. Die Bombe war am frühen Morgen detoniert, als vor dem Haupteingang Dutzende Menschen auf Einlass warteten. Darunter waren auch Journalisten, die eine Pressekonferenz besuchen wollten.

Rettungsfahrzeuge rasten zum Explosionsort, von dem dichter, schwarzer Rauch aufstieg. Verletzte wurden vor Ort notdürftig versorgt, ein am Oberkörper verletzter Mann humpelte blutend davon. „Oh mein Gott, mein Gott“, rief eine Frau beim Anblick der Opfer und der mindestens vier zerfetzten Autos vor der Zufahrt zur Zone. „Ich bin auf den Boden gestürzt, habe mich umgedreht und die Autos standen in Flammen“, beschrieb ein Verletzter die Explosion.

Ein US-Offizier sagte, es habe sich offenbar um einen Selbstmordanschlag gehandelt. Ein Auto sei auf die Fahrspur zum Kontrollpunkt gefahren und dann explodiert. Der Fahrer sei nicht ausgestiegen. Ministerpräsident Allaui schloss nicht aus, dass der Anschlag im Zusammenhang mit den jüngsten Polizeirazzien in Bagdad stand, bei denen Hunderte von Kriminellen festgenommen worden seien.

Seite 1:

Mindestens elf Tote bei Selbstmordanschlag in Bagdad

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%