Mitarbeiter kassierte Millionen-Schmiergelder
Uno muss mit peinlichen Enthüllungen rechnen

Ein ranghoher Uno-Mitarbeiter in New York hat sich vor einem New Yorker Bundesgericht der Bestechlichkeit schuldig bekannt und angekündigt vollständig auszupacken. Experten erwarten nun. eine Serie von Peinlichkeiten für die Uno, einzelne Mitgliedsländer und zahlreiche Firmen.

HB NEW YORK. Der frühere Einkaufsbevollmächtigte der Vereinten Nationen, Alexander Jakowlew, der auch in den Skandal um das Irak-Hilfsprogramm verwickelt ist, soll nach Erkenntnissen der Ermittler bei der Vergabe von Aufträgen Schmiergelder von insgesamt fast einer Million Dollar angenommen haben. Ihm droht eine Haftstrafe von 20 Jahren und eine Geldstrafe von 250 000 Dollar.

Der Russe gab nach Angaben der US-Justiz sowie der Uno am Montag (Ortszeit) zu, seit Jahren von Firmen Bestechungsgelder für die Vergabe von Aufträgen verlangt und meistens auch erhalten zu haben. Er habe dafür Schwarzgeld-Konten in mehreren Ländern unterhalten.

Jakowlew, der in einem Vorort von New York wohnt, wurde kurz nach seiner Festnahme gegen eine Kaution von 400 000 Dollar (rund 345 000 €) auf freien Fuß gesetzt. Er ist der bislang erste Uno-Vertreter, der im Zusammenhang mit dem Skandal um das Irak-Programm „Öl für Lebensmittel“ vor Gericht steht. Wann das Hauptverfahren eröffnet wird, war am Montag noch unklar.

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