Mitbestimmungspläne für US-Werk
Senator Corker rügt Volkswagen

VW will in seinem Werk im US-Bundesstaat Tennessee nach deutschem Vorbild einen Betriebsrat gründen lassen. Dafür erntet der deutsche Autokonzern jetzt massive Kritik von einem einflussreichen Senator aus dem Kongress.
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WashingtonDer einflussreiche US-Senator Bob Corker hat den Autokonzern Volkswagen scharf für seine Pläne kritisiert, das VW-Werk in Chattanooga, Tennessee, gewerkschaftlich zu organisieren. Die Deutschen verhielten sich „schrecklich naiv“ und stünden davor, einen der „größten Fehler ihrer Unternehmensgeschichte“ zu begehen, sagte der republikanische Politiker dem Handelsblatt (Montagausgabe).

Auf Drängen des Betriebsrats und der IG-Metall haben die Wolfsburger Gespräche mit der amerikanischen Autogewerkschaft UAW begonnen. Ziel ist es, einen Betriebsrat nach dem deutschen Modell der Mitbestimmung zu gründen. Corker, der Bürgermeister von Chattanooga war, bevor er in den Senat einzog, äußerte sich darüber „tief enttäuscht“.

Während der Verhandlungen um die Ansiedlung des Werks habe er die deutschen Spitzenmanager bei sich zuhause empfangen. Damals sei ihm signalisiert worden, dass VW keinerlei Absicht hege, sich mit der UAW einzulassen. Jetzt müsse er sich um das Wohlergehen seiner Heimatstadt sorgen: Der Investitionsstandort Chattanooga würde leiden, sollte es der UAW gelingen, dort Fuß zu fassen. Sollte es so kommen, „würde ich das Gefühl nicht los, meine Heimat im Stich gelassen zu haben, weil ich mich so dafür eingesetzt habe, VW nach Chattanooga zu holen“, sagte Corker.

Der Senator betonte, kein Gewerkschaftsfeind zu sein. Er selbst sei früher Gewerkschaftsmitglied gewesen und habe später ein gewerkschaftlich organisiertes Unternehmen geführt. Er sei allerdings ein entschiedener Gegner der UAW. Sie habe einen großen Anteil am Niedergang von General Motors, Ford und Chrysler und am Verfall der Autostadt Detroit. „Ich wünsche Detroit alles Gute, aber ich will niemals erleben, dass meine Heimat wird, was Detroit ist“, sagte er.

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  • Mein Gott wie bloed muss man bei VW sein.

  • [...] Corker hat voellig recht. Lassen wir den Sozialismus in Europa (und vielleicht kann man Obama ueberreden in Deutschland zu kandidieren.) Das waere schoen....

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • VW zeigt den Amerikanern wie das geht. Man gruendet einen Betriebsrat und zaehmt damit die Arbeiter, denn die fuehlen sich gut vertreten. Dann zieht man den Betriebsrat auf seine Seite indem man zum Beispiel gelegentlich Luxusprostituierte auf Firmenkosten einfliegen laesst, zum Beispiel aus Brasilien. Herr Hartz, Herr Gebauer, Herr Volkert und eine Dame namens Adriana Barros lassen gruessen.

    General Motors, Chrysler, Ford koennten mit so einem Team sicher auch gut fahren.

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