Mitgliedschaft: EU uneins über Serbiens Kandidatur

Mitgliedschaft
EU uneins über Serbiens Kandidatur

Bei der Erweiterung der Europäischen Union gehört Serbien zur Liste möglicher Kandidaten. Drei Länder sprechen sich für einen Beitritt des Balkan-Staats aus. Aber von Einigkeit ist in der EU keine Spur.
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BrüsselDie 27 EU-Regierungen sind sich noch nicht einig darüber, ob Serbien ein offizieller Beitrittskandidat der Europäischen Union werden soll. Die Außenminister Frankreichs, Italiens und Österreichs erklärten in einem gemeinsamen Brief, Serbien habe alle Bedingungen für den Status eines Beitrittskandidaten erfüllt. Die EU müsse „fair“ sein und Belgrad in der kommenden Woche bei Beratungen der Außenminister einen Schritt näher an einen EU-Beitritt heranrücken lassen.

EU-Diplomaten sagten, diese Ansicht werde keineswegs von allen EU-Staaten geteilt. Es gebe zudem erhebliche Bedenken dagegen, im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Kosovo und Serbien dem Kosovo ein Abkommen in Aussicht zu stellen, das als Beginn eines Beitrittsprozesses für das Kosovo verstanden werden könne.

Genau in diesem Punkt gelang am Freitag ein Durchbruch: Beide Seiten schlossen ein Abkommen über die Aufwertung des Kosovos in der regionalen Zusammenarbeit sowie über eine Abstimmung an den Grenzen. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sprach von einem „großen Schritt nach vorne“, der nicht nur für Belgrad und Pristina, sondern für die Sicherheit der Region und Europas wichtig sei. Die Einigung gibt dem Kosovo das Recht, bei Regionalkonferenzen im eigenen Namen zu sprechen und zu handeln. Die Status-Frage der früheren serbischen Provinz, die sich unabhängig erklärt hat, bleibt aber ausgeklammert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Und wenn nun alle "europäischen" Staaten Platz genommen haben, sollte die EU bei der Efta die volle Vereinnahmung derer Mitglieder beantragen. Damit dann endlich Ruhe im Hause EUropas wird irgendjemand auf den Gedanken kommen die GUS-Staaten aufzunehmen und sodann EUropa als "geeintes" Vaterland in die Analen eingehen.

    Zu befürchten wäre eigentlich nur, wer auf dem wankenden Boot die Führung innehat. Entweder Tausend Jahre stabile Verhältnisse oder die nächste rot Revolution. Wir können uns das aussuchen wollen, in Wirklichkeit leider nicht.

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