Mittäter schuldig gesprochen
U-Bahn-Terroristen in London verurteilt

Fast ein Jahr hat sich dieser größte Anti-Terrorismus-Prozess in der britischen Geschichte hingezogen. Nun ist ein Urteil gefallen und fünf Menschen wurden der Planung der Anschläge, bei denen vor knapp zwei Jahren 52 Menschen ums Leben kamen, schuldig gesprochen.

HB LONDON. Fünf britische Terroristen mit Verbindungen zur El Kaida sind am Montag wegen der Planung schwerer Bombenanschläge verurteilt worden. Dabei sollten nach Angaben der Staatsanwaltschaft hunderte Menschen getötet werden. Die Terroristen sollen vor ihrer Festnahme im März 2004 Verbindungen zu den vier Selbstmordattentätern gehabt haben, die dann am 7. Juli 2005 in der Londoner U-Bahn und einem Bus 52 Menschen ermordeten. Das Strafmaß für die Verurteilten muss noch festgesetzt werden.

Nach dem fast ein Jahr dauernden Verfahren vor dem Londoner Strafgericht Old Bailey befand die Jury einen der muslimischen Männer direkt der Planung von Anschlägen mit Düngemittelbomben sowie vier weitere Muslime der Beihilfe dazu für schuldig. Anschlagziele seien unter anderem ein Einkaufszentrum, ein Nachtclub sowie ein Gasverteilzentrum gewesen.

Zwei weitere Angeklagte wurden in dem Prozess frei gesprochen, der zu den größten Anti-Terrorismus-Verfahren der britischen Geschichte gehörte. Alle sieben hatten sich für nicht schuldig erklärt und den Vorwurf einer terroristischen Verschwörung zur Ermordung hunderter Menschen zurückgewiesen.

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