Mitte-links-Kandidat abgelehnt
Berlusconi dämpft Hoffnungen auf schnelle Präsidenten-Wahl

Der scheidende italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat am Freitag den von der neuen Mitte-links-Regierung bevorzugten Präsidentschaftskandidaten abgelehnt. Damit hat er Hoffnungen auf eine schnelle Wahl eines neuen Staatsoberhauptes zunichte gemacht.

HB ROM. Der Linksdemokrat Massimo D´Alema könne auf Grund seiner kommunistischen Vergangenheit kein Garant der Unparteilichkeit, der Verfassung und der Einheit Italiens sein, sagte Berlusconi vor Journalisten in Neapel.

Am Vortag hatte sich der designierte Regierungschef Romano Prodi mit Berlusconi getroffen, um über einen Kandidaten für das Präsidentenamt zu beraten. In italienischen Zeitungen wurde die Atmosphäre bei dem Gespräch als äußerst gespannt beschrieben.

Da Prodis Bündnis nur über eine knappe Mehrheit im Parlament verfügt, könnte es bei der Personalentscheidung auf Unterstützung aus der Opposition angewiesen sein.

Die beiden Kammern des neu gewählten Parlaments treten voraussichtlich am Montag zusammen, um das Staatsoberhaupt zu wählen. Sollten sich die rivalisierenden Blöcke nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen, könnte sich die Wahl über mehrere Tage hinziehen. Der italienische Präsident Carlo Azeglio Ciampi hatte am Mittwoch eine Kandidatur für eine zweite Amtszeit abgelehnt.

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