Mitten in der Krise
US-Wohnungsbauminister tritt zurück

US-Wohnungsbauminister Alphonso Jackson hat am Montag seinen Rücktritt erklärt. Er war unter Beschuss geraten, weil gegen ihn Vorwürfe wegen Vetternwirtschaft im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe seines Ministeriums laut geworden sind.

HB WASHINGTON. Der Minister hingegen machte familiäre Gründe für seinen Rücktritt geltend. Er wolle aber noch bis zum 18. April im Amt bleiben, um eine geordnete Übergabe des Ministeriums zu gewährleisten.

Der Rücktritt kommt für die Regierung zu einem schwierigen Zeitpunkt: Der US-Wohnungsmarkt steckt in einer der tiefsten Krisen seit Jahrzehnten. Deswegen war der 62-jährige Jackson zuletzt auch heftig von führenden Demokraten kritisiert worden. Das Wohnungsbauministerium brauche jetzt eine glaubwürdige Führung, die nicht von Justizaffären belastet sei, hieß es in Washington.

Mit Jackson verlässt ein weiterer langjähriger Vertrauter von Präsident George W. Bush die Regierung, zuvor waren unter anderem Bushs Berater Karl Rove und Justizminister Alberto Gonzales zurückgetreten. Bush und Jackson sind seit Ende der 1980er Jahre befreundet, als beide im selben Stadtteil von Dallas lebten. Bush erklärte, er nehme Jacksons Rücktritt „mit Bedauern“ an. Die Bush-Regierung wird noch zehn Monate im Amt bleiben - bis zum Amtsantritt des nächsten Präsidenten.

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