Mobilfunk-Tarife
EU für billigere Handy-Gespräche im Inland

Die EU-Kommission hat erst die Preise für Handy-Telefonate im Ausland, jetzt will sie auch die Gebühren für Gespräche im Inland drücken. Die Brüsseler Behörde legte Leitlinien für die Gebühren vor, die sich telefonanbieter gegenseitig für die Durchstellung in fremde Netze berechnen.

HB BRÜSSEL. Diese sogenannten Zustellungsentgelte seien für Anrufe in Mobilfunknetzen in der Regel zehn Mal so hoch wie innerhalb des Festnetzes, kritisierte die Kommission.

Auch die erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Ländern seien nicht zu erklären, erklärte die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. Während der Großhandelspreis pro Minute in Zypern 2008 nur zwei Cent pro Minute betragen habe, seien in Deutschland durchschnittlich acht Cent und in Bulgarien sogar 15 Cent verlangt worden.

Die nationalen Regulierungsbehörden müssten dem ein Ende bereiten, forderte die Kommission. Sie präsentierte den nationalen Regulierern dazu eine Art Anleitung, wie die den Netzbetreibern tatsächlich entstehenden Kosten berechnet und auf dieser Grundlage Obergrenzen für die Großhandelspreise festgelegt werden sollten. Bei einer Umsetzung dieser Vorgaben könnten bei Anrufen vom Fest- ins Mobilfunknetz zwei Mrd. Euro eingespart werden, erklärte die Kommission.

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