Modernisierung des Gastransports
Ukraine erhält Millionenkredit für Pipelines

Die Ukraine gilt als Einfalltor für russisches Gas auf den europäischen Markt. Doch die Pipelines leiden unter Altersschwäche. Ein dreistelliger Millionenkredit aus Brüssel soll dem Gastransport auf die Sprünge helfen.
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KiewDie Europäische Investitionsbank unterstützt die Ukraine bei der Modernisierung ihrer Gaspipelines mit einem Kredit in Höhe von 150 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen die Kosten für den Transport um 20 Prozent sinken, sagte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk am Montag. Über die Pipelines wird Gas aus Russland nach Europa transportiert.

Insgesamt soll ein fast 120 Kilometer langer Teilabschnitt der Urengoy-Pomari-Uschgorod-Pipeline ausgebaut werden. Neben der Verbesserung der Effizienz würden auch weniger schädliche Emissionen ausgestoßen, sagte Jazenjuk. Ein weiterer Kredit für die vierjährigen Bauarbeiten in Höhe von 160 Millionen Euro soll von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung kommen. Das Pipelinesystem hat die Kapazität, Europa jedes Jahr mit 142,5 Milliarden Kubikmetern Gas zu versorgen.

Russland versucht seit Jahren, Pipeline-Projekte voranzubringen, mit denen es nicht mehr auf die Ukraine als Transitland angewiesen ist. Eines davon ist die South-Stream-Pipeline, mit der Gas aus Russland durch das Schwarze Meer nach Bulgarien und in andere europäische Länder geleitet werden soll.

Jazenjuk erklärte am Montag, dass sich mit den Erfolgen der proeuropäischen Kräfte in der Ukraine und am Vortag bei der Wahl in Moldau auch ein Einlenken bei South Stream abzeichnen könnte. „Ich hoffe, South Stream wird nicht an der Ukraine vorbeiführen. South Stream ist ein russisches politisches Projekt.“ Der Ministerpräsident forderte EU und USA auf, stattdessen mehr in den ukrainischen Gastransit zu investieren.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Modernisierung des Gastransports: Ukraine erhält Millionenkredit für Pipelines"

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  • Ich finde die Kommentare hier beim Handelsblatt hoch interessant. Mehr noch als in den Foren zum Beispiel bei SPON finden sich Kommentare von bezahlten Forsten, die offenbar in St. Petersburg ihr Büro haben. Soviel Hass und Ignoranz und Lügen gegenüber einem Volk, dass sich in einem Freiheitskampf befindet habe ich selbst maximal bei Sahara Wagenknecht und ihren Vasallen gehört. Oder sind die Kommentare echt und den Leuten hier geht es nur um ihre eigenen Pfründe und darum, dass wir nicht ein paar Millionen möglicherweise falsch investieren. Vielleicht ist der ein oder andere gar aus der DDR und hat vergessen aus welchem Dreck diese Land vom so schlimmen Westen befreit wurde. Wer sich auch nur im Ansatz für die Ukraine interessiert kann so einen Schmutz über eine angebliche Junta in Kiew nicht wirklich glauben. es sei denn er ist von Putin bezahlt.

  • "...Die Ukraine gilt als Einfalltor für russisches Gas..."

    Hoppala, ist "Einfalltor" nicht negativ vorbelegt, oder war das das Wort "Einfallstor"? ;-)

  • »Ich hoffe, South Stream wird nicht an der Ukraine vorbeiführen.«

    Für wie blöd hält der eigentlich die Russen?

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