Möglicher Alleingang im Irak
Iran fliegt Luftangriffe auf IS

Luftangriffe gegen Stützpunkte der Terrormiliz Islamischer Staat haben bisher die USA koordiniert. Nun gab das Pentagon bekannt: Offenbar flogen auch iranische Kampfbomber Einsätze – ohne Absprache.

WashingtonKampfbomber aus dem Iran haben im Osten des Iraks nach Angaben aus dem Pentagon erstmals Einsätze gegen Stützpunkte der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geflogen. Das sagte Pentagonsprecher John Kirby in der Nacht zum Mittwoch in Washington. „Wir haben Anzeichen erkannt, dass sie in den vergangenen Tagen diese Einsätze im Osten des Iraks geflogen haben“, sagte Kirby dem Sender CNN.

Der Iran unterstützt die schiitisch dominierte Regierung in Bagdad im Kampf gegen die radikalen sunnitischen Aufständischen des IS mit Waffen und Ausbildern. Es war aber das erste Mal, dass die USA bestätigten, dass der Iran auch Luftangriffe im Irak fliegt.

Die Angriffe seien nicht mit der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition abgestimmt gewesen. Da es sich um irakisches Hoheitsgebiet handele, sei dies eine Angelegenheit zwischen Bagdad und Teheran. Den USA sei aber bekannt, dass die beiden Seiten in militärischen Fragen „kommunizieren“. Es liege in der Verantwortung Bagdads, den eigenen Luftraum zu verwalten. Bereits im Oktober hatte der Iran dem Irak Hilfe gegen IS zugesichert.

Das iranische Militär hatte bekanntgegeben, dass Dutzende ihrer Kräfte im Irak an der Seite der kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Einsatz gegen die Dschihadisten seien. Die USA hatte den Iran nicht eingeladen, im Rahmen der Koalition gegen den IS vorzugehen. Teheran hatte darauf geantwortet, dass es in dieses Bündnis auch gar nicht eintreten wolle.

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Iran fliegt Luftangriffe auf IS

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