Möglicherweise Polizisten beteiligt
Todesschwadron tötet 30 Menschen in Brasilien

Beim schlimmsten Gemetzel in der Geschichte der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro hat eine mutmaßliche Todesschwadron 30 Menschen getötet.

HB RIO DE JANEIRO. Wie Medien am Freitag unter Berufung auf die Polizei berichteten, geschah das Massaker in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) in einem Vorort der Zuckerhutstadt. Vier maskierte Männer hätten von einem fahrenden Auto aus offenbar wahllos auf Passanten geschossen, hieß es. Unter den Opfern waren drei 7 bis 13 Jahre alte Kinder. „Das war ein Albtraum“, sagte weinend im Fernsehen die Mutter eines der Opfer. Die Täter wurden trotz einer noch in der Nacht eingeleiteten Suchaktion mit Hubschraubereinsatz vorerst nicht gefunden.

Das bislang größte Massaker in Rio hatte sich 1993 ereignet, als eine von Polizeibeamten gebildete Todesschwadron im Armenviertel Vigario Geral 21 Menschen tötete. Der Sicherheitssekretär des Bundeslandes Rio, Marcelo Itagiba, erklärte, möglicherweise gehören der Todesschwadron von Rio ebenfalls Polizisten an. Bei dem Gemetzel handele es sich wahrscheinlich um eine Repressalie gegen die jüngste Festnahme von acht Beamten, denen zwei Morde sowie Korruption vorgeworfen werden.

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