Mönch verhungert
Lage in Tibets Klöstern verschärft sich

Die Lage in den abgeschotteten tibetischen Klöstern ist nach Angaben von Exiltibetern schlimmer als bisher bekannt. Zahlreiche von Sicherheitskräften blockierte Klöster in Tibet hätten mit Nahrungs- und Wasserknappheit und schlechter medizinischer Versorgung zu kämpfen, berichtete das Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD) weiter.

HB PEKING. Im Ramoche-Kloster in Lhasa sei bereits ein Mönch aufgrund der mangelnden Versorgung gestorben. Einer Pressemitteilung von Exiltibetern zufolge sei der Mann bereits am Montag „verhungert“. Die Angaben konnten zunächst nicht durch unabhängige Quellen bestätigt werden.

Das Ramoche-Kloster sei bereits seit dem 14. März vom Militär umstellt, das sämtliche Zugänge blockiere und es „öfter“ mit Tränengas beschieße, wie eine „zuverlässige Quelle“ berichtet habe. Es sei „aufgrund der Restriktionen durch die chinesischen Behörden“ aber zunehmend schwierig, detaillierte Informationen aus Tibet zu bekommen. Die Europäische Union hatte am Dienstag die Aufhebung der Einschränkungen der Bewegungs- und Informationsfreiheit in Tibet gefordert. Zugleich äußerte die slowenische EU-Ratspräsidentschaft in der Generaldebatte im UN-Menschenrechtsrat ihre „tiefe Sorge“ angesichts der Berichte über die anhaltenden Proteste.

Unterdessen veröffentlichte die chinesische Polizei eine Liste mit Namen von 53 Tibetern, die wegen der blutigen Unruhen in Lhasa gesucht werden. Gegen 29 Beteiligte seien Haftbefehle ausgesprochen worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Insgesamt sollen sich in der tibetischen Hauptstadt 280 Menschen der Polizei gestellt haben, nachdem diese ein Ultimatum ausgesprochen hatte.

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