
ParisNach den USA könnte Frankreich zur Zielscheibe islamischer Fundamentalisten werden. Die satirische Zeitschrift "Charlie Hebdo" veröffentlicht in ihrer heutigen Ausgabe Mohammed-Karikaturen, die laut Aussage des Chefredakteurs durchaus als Provokation gedacht seien. Eine davon zeigt den Propheten mit nacktem Gesäß in einer Parodie eines bekannten Brigitte-Bardot-Films: „Und mein Hintern, gefällt er dir?“ fragt die Zeichenfigur wie vor 50 Jahren die damalige französische Sex-Ikone.
Für das Magazin ist das ein voller kommerzieller Erfolg: Die Ausgabe war bereits mittags ausverkauft und viele TV-Sender machen ihre Nachrichtensendungen mit der Meldung auf – Gratiswerbung für das Wochenblatt. Besonders feinsinniger Humor spricht nicht aus den Zeichnungen, aber dafür ist "Charlie Hebdo" auch nicht bekannt. Das Magazin ist in der Vergangenheit mehrfach wegen beleidigender Artikel verurteilt worden.
Den Mitgliedern der Regierung vergeht angesichts der möglichen Folgen für Franzosen auf der ganzen Welt das Lachen. Premier Jean-Marc Ayrault verteidigte im Radio grundsätzlich die Pressefreiheit, sagte aber dazu, wer sich in seinen religiösen Überzeugungen beleidigt fühle, könne mit Aussicht auf Erfolg vor Gericht gehen. Außenminister Laurent Fabius äußerte sich noch kritischer: „In der aktuellen Situation, nach der Veröffentlichung dieses debilen Mohammed-Films, ist es unverantwortlich, noch Öl ins Feuer zu gießen.“ Die Regierung fürchtet gewalttätige Reaktionen in islamischen Ländern und hat deshalb den Schutz nicht nur der Botschaften, sondern auch anderer französischer Einrichtungen wie der Schulen und Kulturinstitute verstärkt. In manchen Ländern wie Indonesien werden sie für einige Tage komplett geschlossen.
"Charlie Hebdo" hatte im vergangenen Jahr bereits eine Serie von Mohammed-Karikaturen gedruckt. Aus Rache wurden die Büroräume durch einen Brandanschlag verwüstet. Seitdem stehen drei Zeichner des Blattes unter Polizeischutz. Vor der Charlie-Hebdo-Redaktion stehen seit heute Morgen noch mehr Polizisten als sonst Wache. Islamanhänger haben für das Wochenende eine Demonstration angemeldet, die aber laut Aussage des Premiers angesichts unkalkulierbarere Risiken nicht genehmigt werde.

Mir gefällt es auch nicht, wenn über das Christentum üble Satire gemacht wird.
Das ist primitiv
Aber wir gehen deswegen nicht gleich auf die Straße, wir bringen niemanden um und wir bedrohen niemanden mit dem Tod.
Das ist der Unterschied zwischen uns, dem Westen, den aufgeklärten Christen und unseren säkulären Staaten und dem Islam, der heute noch lebt wie vor 1000 Jahren
Religion ist Privatsache und das müssen auch die Moslems, zumindest die, die hier leben, begreifen.
Dann kann ein Miteinander funktionieren

MarkusZZ
dem kann ich nur zustimmen.
Vielleicht sind diese Satire jetzt in der franz. Zeitung bewußt gemacht?
Um evtl. mal den westlichen Politikern ihr Multi-Kulti-Gutmenschentum aufzuzeigen?
Denn ständig weichen wir Stück für Stück zurück

viterbi1
sehr gut beschrieben. Danke
Der Westen muß aufhören, diesen Ländern Demokratie aufdrücken zu wollen nach westlichem Vorbild. Dies wid nie gelingen
Wir müssen ganz einfach wirder dahin kommen wo die westliche Welt mal vor Jahrzehnen auch war: Hier ist Europa, hier ist die westliche Welt und dort ist der Orient.
Und ja, Scholl-Latour hatte mit allem Recht, was er gestern sagte
Auch mit diesem Unsinn gerade deutscher Politiker mit dem sogg. Arabishen Frühling. Denn wie wir sehen, kommen dort jetzt die Islamisten an die Macht und wollen wieder die Scharia-Gesetze
Dazu gehört aber auch, dass der Westen aufhört, mit diesen Ländern Waffengeschäfte zu machen
Es sind nun mal zwei Welten und das wird auch so bleiben.
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