Monte dei Paschi
EU-Kommission gewährt Bank Milliardenhilfe

Die EU-Kommission hat eine Milliardenhilfe für die italienische Bank Monte dei Paschi genehmigt. Rund 3,9 Milliarden Euro seien nötig, um das System zu stabilisieren. Allerdings stellt Brüssel im Gegenzug Bedingungen auf.
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BrüsselDie EU-Kommission hat grünes Licht für eine Kapitalspritze von 3,9 Milliarden Euro für die drittgrößte italienische Bank Monte dei Paschi gegeben. Die staatliche Hilfe sei nötig, um das Finanzsystem zu stabilisieren, teilten die obersten europäischen Wettbewerbshüter am Montag in Brüssel mit. Das Institut werde danach in der Lage sein, wie von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde verlangt ihr Kernkapital aufzustocken und ein Polster gegen Risiken aus Staatsanleihen aufzubauen.

Allerdings gilt die Brüsseler Genehmigung nur vorläufig und ist an die Bedingung geknüpft, dass die Bank innerhalb von sechs Monaten einen Umstrukturierungsplan vorlegt. Die Probleme bei der vom Staat gestützten Bank Monte dei Paschi reißen nicht ab. Die Traditionsbank steckt in einer tiefen Krise und ist wegen des Konzernumbaus in den roten Zahlen. Die Bank will bis zu 4600 der zuletzt rund 33 000 Stellen streichen, Geschäftsbereiche verkaufen und Filialen schließen.

 
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Monte dei Paschi: EU-Kommission gewährt Bank Milliardenhilfe"

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  • O-Ton Handelsblatt
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    EU-Kommission gewährt Bank Milliardenhilfe
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    Nein, das hat sie nicht.

    Sie hat sie vielmehr GENEHMIGT.

    Gewährt wird sie durch den italienischen Staat.

    +++

    Wann tauscht das Handelsblatt endlich den Volontär aus der die Überschriften zusammendiletiert.

    Es wird immer peinlicher...

  • Solange die EZB auf Kosten der EZB-Billanz und damit auf Kosten der europäischen Steuerzahler italienische Staatsanleihen gegen jede ökonomische Vernunft in ihrem Portfolio hat, ist es gleichsam egal, ob die Kommission nur zustimmt oder selbst zahlt. Mit 3,5 Milliarden EURO hätte man Ecuador vor der Vernichtung des Regenwaldes mit schätzungsweise 6 Trillionen Lebewesen pro Hektar bewahren können. Ich vermute die Bürger der EU würden sich unter demokratischen Verhältnissen dafür aussprechen. Aber lieber rettet man eine Bank!!!

  • Es wäre schon schön, wenn wenigstens ein Wirtschaftsblatt unterscheiden könnte (und zwar auch im Titel) zwischen "Beihile gewähren" und "einer Beihilfegewährung zustimmen". Insofern ist es doch schade, dass die FTD-Konkurrenz eingegangen ist - jetzt kann sich im HB die Schlamperei breit machen!

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