Monti betont Gemeinsamkeiten
Super-Mario buhlt um Europas Gouvernante

Merkel und Monti sind die Hauptdarsteller im Drama Euro-Rettung. Nach dem heftigen Streit beim Gipfel versuchen beide Regierungschefs heute, Europa gemeinsam wieder auf Kurs zu bringen. Weit liegen sie nicht auseinander.
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RomIn Rom laufen die Vorbereitungen bei ohnehin schon heißen Temperaturen auf Hochtouren. Heute ist der große Tag: Merkel und Monti, das neue Power-Duo Europas trifft sich in der italienischen Hauptstadt. Der Ort scheint dem italienischen Premierminister zumindest vom Namen gewogen: Mario Monti empfängt seine deutsche Kollegin in der Villa Madama auf dem Monte Mario. Eine herrschaftliche Villa aus dem 16. Jahrhundert, von Zypressen umgebenen mit Blick auf das Foro Italico ist die Szenerie des Nord-Süd-Treffens. Hier werden nicht nur Merkel und Monti ihr Abendessen einnehmen, sondern auch Minister und Industrie-Vertreter beider Länder. Die Frage ist nur, ob es ein harmonischer Tag - denn in zentralen Fragen sind sich Deutsche und Italiener uneins.

Es treffen die Protagonisten des Euro-Streits aus dem Süden und dem Norden Europas aufeinander: Super-Mario, der in seiner Heimat als Gewinner des Euro-Gipfels gefeiert und Angela Merkel, die für ihr Einlenken daheim gescholten wurde. In den Tagen vor dem Gipfel der vergangenen Woche hatte die Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“ der deutschen Kanzlerin mit dem Logo des Leitartikels „Schnell, Frau Merkel !“ eine ganze Artikel-Serie gewidmet.

Nun hat sie ja auch schnell gehandelt, die Deutsche. Überraschend ist sie zumindest auf einige von Montis Forderungen eingegangen. Doch jetzt kommen die wahren Hausarbeiten: Bis zum Treffen der Euro-Gruppe am 9. Juli müssen die Teilnehmer die Gipfelbeschlüsse mit konkreten Inhalten füllen. Und Merkel und Monti müssen zeigen, dass sie im Sinne beider Völker sind. Bilaterale Treffen sind schließlich immer ein Großteil Symbolik.

Wenn sich Monti und Merkel, die Außenminister Guido Westerwelle und Guido Terzi, die Sozialministerinnen Ursula von der Leyen und Elsa Fornero, die Wirtschaftsminister Philipp Rösler und Corrado Passera und die für den Transport zuständigen Minister und Vizeminister Peter Ramsauer und Mario Ciaccia heute in Rom treffen – dann steht das für die Einigkeit der beiden Länder.

Unmittelbar vor den Regierungskonsultationen versuchte Monti schon einmal eine Annäherung: Italien sei stets für mehr Wachstum eingetreten, aber nicht "auf Kosten der Haushaltsdisziplin", sagte Monti der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" . Er habe beim EU-Gipfel vor knapp einer Woche dazu beigetragen, etwas "für das Wachstum und die finanzielle Stabilität" in Europa zu tun.

In dem Interview versucht er, dem Eindruck entgegenzuwirken, es gebe tiefgehende Differenzen zwischen ihm und Merkel. Nach dem EU-Gipfel in Brüssel hätte die Presse besser schreiben sollen: "Angela plus Mario ist gleich ein Schritt nach vorne für die europäische Wirtschaftspolitik", sagte der italienische Ministerpräsident. Beide beschritten bei Fiskal- und Wachstumspolitik dieselben Wege.

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  • Diese Erpressung wird noch dadurch unterstrichen, daß nach dem EU-Gipfel am 28. / 29. Juni in Brüssel, auf dem Monti die Kanzlerin vorige Woche eindeutig betrogen hat. Verheugen bei PHOENIX weiter: "Was sich hier widerspiegelt, ist ein Regelverstoß. Auch die Reaktion von Monti ist ein Regelverstoß, das tut man nicht." Und was passiert kurz nach diesem unsäglichen Krisengipfel:

    Erst entdecken die Franzosen am 2./3. Juli 2012 ein Milliarden Steuerloch, weil sie die Wachstumszahlen vor den letzten Wahlen als zu hoch (wider besseres Wissen ?) angesetzt haben, und

    jetzt entdecken die Italiener kurz vor der neuerlichen Rom-Runde, daß Ihr Defizit mit 8,0 % viel viel höher als zuvor immer prognostiziert ausfällt.

    Das Spiel von Griechenland zur Beschönigung des eigenen Desasters ist hinlänglich bekannt.

  • super Mario Mafiosi, ihr könnt mir gar nicht genug schleimen um diesen Erpresser ein anderes Gesicht zu geben als das, was er ist, ein ehemaliger Bankster. Damit ist alles gesagt.
    Wenn Merkel diesem Mann vertraut, nachdem was er getan hat dann soll sie doch besser gleich unser Land ganz auflösen.
    Der Euro ist verloren, schauen wir doch den Fakten ins Gesicht.

  • Eurorettungsschirm wird auf jeden Fall durchgewunken. Die Bundesverfassungsrichter werden nach ihrer Karriere im Regelfall Universitätsprofessoren. Wenn sie "falsch" abstimmen bekommen sie einfach keine Professorenstelle. Die Vertreter der "Volksparteien" sitzen nämlich überall.

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