Morde in Kopenhagen
Regierungschefin: Attentäter gehörte nicht zu Terrornetz

Er hatte wohl Komplizen und war gerade aus dem Gefängnis entlassen: Über den mutmaßlichen Attentäter von Kopenhagen werden neue Details bekannt. Der 22-Jährige soll aber keinen Kontakt zu Terrornetzwerken gehabt haben.
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KopenhagenNach den tödlichen Schüssen eines Terroristen in Dänemark hat die Polizei zwei Männer festgenommen. Sie würden beschuldigt, dem Attentäter „mit Rat und Tat“ geholfen zu haben, berichteten die Ermittler am Montag. Einer der Männer wurde demnach am Sonntagmorgen, der andere am Sonntagnachmittag festgenommen.

Den Festgenommenen wird vorgeworfen, dem Attentäter auf der Flucht Unterschlupf gewährt zu haben, wie Verteidiger Michael Juul Eriksen sagte. Zudem sollen sie ihm geholfen haben, sich einer Waffe zu entledigen. Die Polizei erklärte lediglich, sie würden beschuldigt, „dem Täter im Zusammenhang mit den Schusswaffenangriffen geholfen“ zu haben.

In den vergangenen zwei Tagen waren die Ermittlungen der Polizei wegen möglicher Komplizen und Hintermänner auf Hochtouren gelaufen. „Wir wollen gern Kontakt mit mehr Zeugen aufnehmen, die den Täter gesehen haben“, erklärten die Ermittler. Besonders wichtig seien Zeugen, denen der Mann auf dem Weg zum ersten Tatort aufgefallen sei.

Der mutmaßliche Attentäter in der Hauptstadt Kopenhagen war der Polizei unter anderem durch Gewaltdelikte und Verstöße gegen das Waffengesetz bekannt. Der 22-Jährige sei in Dänemark geboren und im Bandenmilieu aufgefallen, teilte die Polizei mit. Laut dem Fernsehsender tv2 hieß er Omar Abdel Hamid El-Hussein.

Er war nach Informationen des dänischen Rundfunks erst vor wenigen Wochen aus dem Gefängnis entlassen worden. Der 22-Jährige hatte laut „Danmarks Radio“ im November 2013 einen Messerangriff in einer S-Bahn verübt.

Er soll dafür im Dezember 2014 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, aber im Januar dieses Jahres schon wieder entlassen worden sein, weil er so lange in Untersuchungshaft gesessen hatte. Die Polizei bestätigte die Informationen zunächst nicht.

Die Dänische Zeitung „Politiken“ berichtet am Montag unter Berufung auf Mitschüler des Mannes, dass er sich mehrfach sehr wütend über Israel geäußert habe. Der in Dänemark geborene 22-Jährige habe Palästina als zweite Heimat betrachtet und sich sehr für die Palästinenser engagiert, so das Blatt.

Der Attentäter hat nach ersten Erkenntnissen allerdings zu keiner größeren Terrorzelle gehört. Die dänische Regierungschefin Helle Thorning-Schmidt sagte am Montag, es gebe keine Anzeichen dafür, dass hinter den tödlichen Angriffen vom Wochenende eine Gruppe stehe. Die Orte, die sich der 22-Jährige ausgewählt habe, deuteten aber auf Terrorakte hin, sagte sie.

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Regierungschefin: Attentäter gehörte nicht zu Terrornetz

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Im Besitz von zwei Pistolen

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Bislang keine erhöhte Terrorgefahr in Deutschland

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  • „Der 22-Jährige soll aber keinen Kontakt zu Terrornetzwerken gehabt haben.“

    Doch, dieses Netz heißt Islam und die europäische und skandinavische Politik ist längst in Leisetreterei übergegangen. Feste werden umbenannt, Umzüge finden nicht statt weil es eine Terrorwarnung gab, Versammlungen unter freiem Himmel werden abgesagt sobald die Gesellschaftsordnung einer bestimmten Zuwanderergruppe als Kritikpunkt auftaucht, Theatervorstellungen fanden nicht statt, weil sich Angehörige dieser Gesellschaftsordnung hätten „beleidigt“ fühlen können, Ausstellungen zum Thema werden geschlossen und immer stehen die Auswüchse der Gesellschaftsordnung Islam im Focus, weil ein zu großer Teil deren Angehörigen ein Problem mit Kritik an ihrer Gesellschaftsordnung oder dessen „Stifter“ haben. Die wohlfeilen, markigen Einlassungen der Politiker sind so verlogen, daß der ein Narr ist, der glaubt daß sich etwas an deren Haltung ändert. Sie werden uns weiterhin erzählen, daß gerade diese Zuwanderer äußerst wichtig für „unsere Gesellschaft“ sind, weil sie dem „demographischen Wandel“ entgegen wirken, weil „wir“ durch sie kulturell „bereichert“ werden. Die Angehörigen dieser Gesellschaftsordnung können in ihrer Mehrzahl nichts mit den Freiheiten einer offenen, pluralen Gesellschaft anfangen und nutzen sie lediglich dazu aus, „ihre Religion“ so auszuleben, wie es ihnen selbst in islamischen Ländern nicht gestattet würde. Politik, Kirchen, Gewerkschaften sehen diesem Treiben zu und bekämpfen die, die gegen diese Auswüchse und Angriffe gegen die Freiheit auf die Straße gehen. Sie verunglimpfen diese Bürger als Fremdenfeinde, Nazis und mehr. „Unsere“ Politiker verteidigen nur ihre Pfründe, Land und Volk sind ihnen egal. Am Ende dieser Kette steht, daß unserer Kultur eine andere übergestülpt wurde und wir im Land unserer Väter die noch geduldete Minderheit darstellen, die sich fortan den Regeln einer intoleranten und unduldsamen Gesellschaftsordnung zu unterwerfen hat. Wollen wir das?

  • Und jetzt alle zusammen im Chor:
    1) Das hat selbstverständlich überhaupt nichts mit dem Islam zu tun.
    2) Der Islam ist die Religion des Friedens.
    3) Es handelt sich um einen bedauerlichen Einzelfall.
    4) Die Teilnehmer an der Diskussion sind selbst schuld, weil sie sich nicht kultursensibel verhalten haben.
    5) Die Gesellschaft ist schuld, weil sie die Täter nicht integriert hat.
    6) Deutschland ist schuld, weil Deutschland grundsätzlich an allem schuld ist.
    7) Wir brauchen Einwanderer, weil sie unsere Kultur bereichern, den Fachkräftemangel beheben und unseren Staatshaushalt sanieren.
    8) Deutschland ist bunt, und es soll noch viel bunter werden.
    Wann wacht dieses Land auf und sorgt dafür, daß wieder normale Verhältnisse einkehren und alles entfernt wird, was nicht hierher gehört?

  • Man sollte seine komplette Familie in ein Flugzeug verfrachten und über ihrem Herkunftsland mit Fallschirmen abwerfen.

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