Mordechai Vanunu
Israelischer Atomspion zu neuer Haftstrafe verurteilt

Als er vor drei Jahren freigelassen wurde, bekam der israelische Atomspion Mordechai Vanunu von der Justiz auferlegt, sich von Journalisten fernzuhalten. Weil er sich daran nicht gehalten haben soll, wurde er nun zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt.

HB JERUSALEM. Ein Gericht in Jerusalem befand ihn nach Radioberichten vom Montag des Verstoßes gegen Bewährungsauflagen für schuldig und verhängte eine sechsmonatige Haftstrafe.

Der frühere Techniker der Atomanlage Dimona in der Wüste Negev war Ende September 1986 von Agenten des Geheimdienstes Mossad von Italien nach Israel entführt und dort vor Gericht gestellt worden, weil er Einzelheiten aus dem Atomwaffen-Programm Israels an die Londoner „Sunday Times“ verraten hatte. Internationale Experten gehen seitdem davon aus, dass Israel in Dimona Material für bis zu 200 Atomsprengköpfe hergestellt hat. Nach bald 18 Jahren Gefängnis, davon elfeinhalb in Einzelhaft, war Vanunu im April 2004 entlassen worden.

Vanunu habe mehrfach Kontakt zu Journalisten gehabt und versucht, in das Westjordanland zu reisen, befand das Gericht in Jerusalem. Damit habe er gegen Auflagen verstoßen, die ihm nach der Freilassung 2004 auferlegt worden waren.

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