Morning Briefing
Noch mehr Skandal bei VW

In der Diesel-Affäre kostet jede neue Enthüllung VW mehr als nur Milliarden. In der Flüchtlingskrise blockiert sich die Regierung selbst. Bei der Commerzbank herrscht plötzlich Wehmut. Was heute sonst noch wichtig wird.

Liebe Leserinnen und Leser,
die wichtigsten Neuigkeiten am frühen Morgen mit Ausblick auf den Tag – börsentäglich zusammengefasst in meinem aktuellen Morning Briefing.

Die US-Umweltbehörde EPA und der Volkswagenkonzern werden wohl in diesem Leben keine Freunde mehr. Nun sollen auch größere Fahrzeuge der Typen VW Touareg und Porsche Cayenne sowie die Audi-Modelle A6 Quattro, A7 Quattro und Q5 von dem Manipulationsskandal betroffen sein. VW bestritt das am Abend vehement. Man kann nur hoffen, dass die VW-Verantwortlichen solche Dementis nicht leichtfertig aussprechen. Dieselmotoren zu manipulieren ist illegal, die Wahrheit zu manipulieren unverzeihlich.

Die Idee von „Transitzonen“ für Flüchtlinge stößt in der SPD weiter auf Widerstand. In diesen Provisorien sollen nach dem Wunsch von Merkel und Seehofer jene Flüchtlinge festgehalten werden, die aus sicheren Herkunftsländern stammen oder die sich bei der Feststellung ihrer Identität nicht hilfreich zeigen. Gabriel sagt nein – und schlägt im ganzen Land verteilte „Einreisezentren“ mit dem gleichen Zweck vor. Eine Regierung, die nicht regiert, und eine Koalition, die nicht kooperiert: Wenn die Balkanroute nicht schon so hoch frequentiert wäre, könnte man glatt zum Flüchtling werden.

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Die BDI-Spitze empfängt derzeit zum „Tag der Deutschen Industrie“ wieder ein Großaufgebot an Politikern – und ruft zu Geschlossenheit in der Flüchtlingskrise auf. Gut so, denn alle sind da: Bundeskanzlerin Merkel, Wirtschaftsminister Gabriel (SPD) und Grünen-Chef Özdemir ebenso wie der britische Finanzminister Osborne. Rund 1.200 Manager werden den politischen Würdenträgern andächtig zuhören, leise grummeln und schließlich laut klatschen. Staatshörigkeit beginnt im Kopf.

Die Commerzbank-Aktie hat gestern vor Glück einen Hüpfer gemacht. Plus sieben Prozent. Unklar blieb, ob der angekündigte Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden oder die in Aussicht gestellte Dividendenzahlung dafür den Anlass bot. Fest steht, dass viele Analysten und Investoren, die gestern noch Martin Blessing hart kritisierten, plötzlich mit Wehmut auf den Noch-Vorstandschef schauen. Arthur Schnitzler hat diesen Sentimentalitäts-Effekt präzise beschrieben: „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut.“

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Ich wünsche Ihnen einen fabelhaften Start in den neuen Tag.

Herzlichst grüßt Sie Ihr


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