Mosche Katzav
Israels scheidender Präsident gesteht sexuelle Belästigung

Der scheidende israelische Präsident Mosche Katzav bleibt von einem Gerichtsverfahren wegen sexueller Belästigung ehemaliger Mitarbeiterinnen verschont: Der 63-Jährige legt nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft ein Schuldeingeständnis ab und erreicht damit die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen sich.

HB JERUSALEM. Generalstaatsanwalt Meni Masus teilte am Donnerstag mit, Katzav wolle sexuelle Belästigung von Mitarbeiterinnen in zwei Fällen einräumen und Entschädigung zahlen. Dafür sollen weitere Anklagepunkte wegen Vergewaltigung und Korruption fallengelassen werden.

Katzav, der sein Amt seit Januar ruhen lässt, soll laut Masus eine Bewährungsstrafe erhalten und als „Akt der Verantwortung“ in aller Form zurücktreten. Insgesamt acht Frauen hatten Katzav der sexuellen Nötigung bezichtigt, was der Staatspräsident bisher stets bestritten hatte.

Unter dem Eindruck der Affäre Katzav wurde Friedensnobelpreisträger Schimon Peres vor zwei Wochen zum neuen israelischen Staatspräsidenten gewählt. Der Politiker der regierenden Kadima-Partei erhielt bei der Abstimmung im Parlament 86 von 120 Stimmen. Der 83-Jährige soll das Amt nach der bisherigen Planung im Juli antreten.

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