Muammar al Gaddafi
"Ich halte mich da auf, wo ihr mich nicht kriegen könnt“

Libyens Diktator Muammar Gaddafi will allen Gerüchten ein Ende machen: Laut einer veröffentlichten Tonaufnahme von ihm soll er unverletzt sein - und sich da aufhalten, wo ihn niemand schnappen kann.
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La Bagnaia Der libysche Machthaber Muammar al Gaddafi ist nach eigenen Angaben bei den NATO-Angriffen auf seine Residenz in Tripolis unverletzt geblieben. Er sei am Leben und halte sich an einem Ort auf, „wo ihr mich nicht kriegen könnt“, erklärte Gaddafi in einer am Freitag veröffentlichten Tonaufnahme. Bei dem Bombardement vor zwei Wochen wurde sein jüngster Sohn getötet.

„Ich lebe an einem Ort, wo ihr mich nicht erreichen könnt. Ich lebe in den Herzen von Millionen“, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Aufnahme. Gaddafi hatte sich zuletzt am Mittwoch im Fernsehen gezeigt. Der Auftritt war offenbar inszeniert worden, um Gerüchte über seinen Gesundheitszustand zu zerstreuen. Um die Aktualität der Bilder zu beweisen, wurde die Kamera eigens auf einen Fernsehbildschirm mit dem Datum 11. Mai gerichtet. Zuletzt war Gaddafi am 9. April beim Besuch einer Schule öffentlich zu sehen gewesen.

Die italienische Regierung hatte zuvor erklärt, dass Gaddafi vermutlich verwundet und sehr wahrscheinlich nicht mehr in der Hauptstadt Tripolis sei. Die libysche Regierung wies die Äußerungen von Außenminister Franco Frattini am Freitag jedoch umgehend als Unsinn zurück.

Frattini berief sich in La Bagnaia in der Toskana auf den katholischen Bischof in Tripolis, Giovanni Innocenzo Martinelli. Dieser habe erklärt: „'Gaddafi ist sehr wahrscheinlich außerhalb von Tripolis und vermutlich sogar verletzt'“ worden durch die Luftangriffe der Nato. Dagegen sagte der libysche Sprecher, Gaddafi sei guten Mutes und gehe seinen Amtsgeschäften nach. „Ihm ist überhaupt nichts passiert.“

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