Mubarak will Kampf gegen Terrorismus entschlossen fortsetzen
Ägypten fahndet nach den Tätern

Nach den Attentaten von Scharm el Scheich läuft in Ägypten die Fahndung nach Tätern und Hintermännern auf Hochtouren. Jedoch haben die ägyptischen Sicherheitsbehörden auch gut 24 Stunden nach den Anschlägen auf touristische Ziele auf der Sinai-Halbinsel offensichtlich noch keine heiße Spur der Terroristen, die mehr als 80 Menschen in den Tod rissen. Ägyptens Präsident Hosni Mubarak will nach den verheerenden Anschlägen in Scharm el Scheich den Kampf gegen Terroristen umso entschiedener vorantreiben.

HB SCHARM EL SCHEICH/KAIRO. „Dies wird uns nur noch entschlossener machen, gegen Terrorismus vorzugehen und ihn an den Wurzeln auszulöschen“, kündigte Mubarak in einer kurzen Erklärung im Fernsehen an. „Wir werden uns nicht zum Aufgeben erpressen lassen oder eine Waffenruhe suchen“, sagte er.

Nach arabischen Medienberichten seien 30 Verdächtige im Gebiet um den Badeort am Roten Meer festgenommen worden. Es lagen jedoch keine Erkenntnisse darüber vor, ob sie eine Verbindung zu den Terroristen hatten. Der ägyptische Präsident Husni Mubarak sagte am Samstag bei einem Besuch der Tatorte, seine Regierung werde den Kampf gegen den Terrorismus entschlossen fortsetzen. Unterdessen kehrten die ersten deutschen Touristen in die Heimat zurück.

Staats- und Regierungschefs aus aller Welt verurteilten die Anschläge. Das US-Präsidialamt bezeichnete die Anschläge als „barbarisch“. US-Präsident George W. Bush habe Mubarak Hilfe für die Opfer sowie bei der Suche nach den Tätern angeboten. Israels Ministerpräsident Ariel Scharon setzte sich ebenfalls mit Mubarak in Verbindung und forderte, angesichts von Terror durch radikale Moslems niemals Zugeständnisse zu machen. Auch die Bundesregierung sowie Bundespräsident Horst Köhler verurteilten die Anschläge scharf.

Bei der bislang verheerendsten Serie von Terroranschlägen in Ägypten starben im Badeort Scharm el Scheich mindestens 83 Menschen - zumeist Ägypter. Andere Quellen berichten von wenigstens 88 Toten. Auch mehrere Ausländer sollen unter den Toten sein, darunter zwei Briten, ein Italiener und ein Tscheche. Mindestens 136 Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden, teilte das Innenministerium in Kairo am Samstag weiter mit. Medienberichte sprachen sogar von etwa 200 Verletzten. Zu dem Blutbad bekannte sich eine angeblich mit dem Terrornetz El Kaida verbundene Gruppe.

Seite 1:

Ägypten fahndet nach den Tätern

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%