Münchener Sicherheitskonferenz
Alle Augen auf Klitschko

Die Ukraine überschattet die Münchener Sicherheitskonferenz. Star-Gast: Oppositionsführer Vitali Klitschko. Auf der Bühne bringt er den ukrainischen Außenminister mit Gräuel-Fotos in Bedrängnis.
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MünchenJeden Augenblick muss er kommen. Eine Meute aus Kameraleuten, Fotografen und Fernsehreportern lauert an dem Gang, der zur Delegation des Auswärtigen Amtes führt. Als Vitali Klitschko dann endlich auftaucht, wird er sofort eingekreist. Für den Ex-Boxchampion und ukrainischen Oppositionsführer kein großes Problem, er kennt das, außerdem ist er mehr als zwei Meter groß und ragt wie eine Säule aus dem Chaos heraus. Klitschko wirkt dennoch angespannt, blickt ernst und spricht geduldig in jedes Mikrofon, das ihm hingehalten wird.

Das Gewimmel am Samstag im Foyer des Hotels Bayerischer Hof, dem Schauplatz der Münchener Sicherheitskonferenz, zeigt: Klitschko ist der Star hier. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ist im Haus, US-Außenminister John Kerry, Pentagon-Chef Chuck Hagel und Kerrys russischer Amtskollege Sergei Lawrow. Doch die größte Bühne an diesem Tag hat Klitschko. Sein Kampf als Leitfigur der Demonstranten in Kiew, die Ausschreitungen und der drohende Bürgerkrieg gehören zu den wichtigsten Themen der Konferenz.

Viele bedeutende Leute wird Klitschko übers Wochenende treffen, darunter Kerry und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Gleichzeitig beharken sich die Mächtigen darüber, wer im ukrainischen Konflikt Recht hat und wie es weitergehen soll. Russlands Lawrow beschwerte sich über den Westen, der "gewalttätige Proteste aufwiegelt", während Moskau damit nichts zu tun habe. Kerry wiederum versprach, Amerika stehe an der Seite der Demonstranten. Die Fronten sind verhärtet, nach Fortschritten sieht es nicht aus.

Kommentare zu " Münchener Sicherheitskonferenz: Alle Augen auf Klitschko"

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  • Danke für ihren Kommentar. Es ist immer das gleiche "Spiel" mit den gleichen Ergebnissen. Außer, wenn die Ukrainische gewählte Regierung konsequent bleibt, sich die Macht nicht nehmen läßt und zeitig Putin um Hilfe bittet. Erinnert sei hier an die Ergebnisse seinerzeit in Polen, Rusland, Südafrika u.s.w. In allen Fällen zerstoben die "Träume" der Revolution im Nichts. Es war immer die (ausländische) Kapitalseite, die zunächst die Revolutiuon befeuerte, um dann die Bedingungen zu diktieren.

  • Kaum weigert sich ein Land, mit der EUDSSR ein Abkommen zu schließen, zettelt man dort einen Aufstand an!
    So viel zum demokratischen Verständnis der EUDSSR und ihrem Verhältnis zur Selbstbestimmung der Völker.

    Klitschko ist nichts weiter als ein Agent von EUDSSR Freundin Angela Merkel.

    Merkel:

    "Wir sind aufs Äußerste besorgt und empört darüber, in welcher Art und Weise Gesetze durchgepeitscht wurden, die diese Grundfreiheiten infrage stellen."

    Aber ist der Aufstand in der Ukraine wirklich ein mehr oder weniger spontaner Ausbruch des Volkszorns?

    Denn was die Medien nicht erwähnen: Sie selbst bzw. ihre Partei hat den Aufstand in der Ukraine mit angezettelt.

    Es herrscht das manipulierte Volk.

    Kaum legte die Ukraine im Herbst 2013 das Assoziierungsabkommen mit der EU auf Eis, um sich Russland zuzuwenden, brach in dem Land die Hölle los. Schnell zettelte der Westen einen Aufstand an, mit dem Ziel, die russlandfreundliche Regierung der Ukraine zu stürzen!

    Auch in der Ukraine herrscht schließlich nicht das Volk, sondern das manipulierte Volk!
    Angeblich spontane Ausbrüche der Empörung und des Volkszorns sind das Vehikel, um nicht nur ganze Staaten, sondern auch Regionen umzukrempeln.

    So dienten schon die früheren "Revolutionen" in anderen ehemaligen Ostblockstaaten nicht etwa dem Volk, sondern dem Bemühen, die früheren Sowjetstaaten aus dem Machtbereich Russlands herauszubrechen und an den Westen anzuschließen ( NATO und EUDSSR ).

    Finanziert werden die Revolutionen von den Stiftungen westlicher Milliardäre wie etwa der Rockefellers oder George Soros. Der räumte unumwunden ein: "Meine Stiftungen trugen zu den Regimewechseln in der Slowakei (1998), Kroatien (1999) und Jugoslawien (2000) bei und mobilisierten die Zivilgesellschaft, um Vladimír Meciar, Franjo Tudman und Slobodan Miloševic aus ihren Ämtern zu vertreiben"

    Soros’ Open Society Foundations gehören zu den führenden Akteuren, wenn es darum geht, fremde Regierungen mithilfe von Volksaufständen zu stürzen.

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