Mutmaßliche Islamisten festgenommen: Erneut Razzien in Frankreich und Belgien

Mutmaßliche Islamisten festgenommen
Erneut Razzien in Frankreich und Belgien

Bei erneuten Razzien in Belgien und Frankreich haben Einsatzkräfte insgesamt sieben mutmaßliche Islamisten festgenommen. Die Behörden wollten mit dem Einsatz nach eigenen Angaben ein Dschihadisten-Netz sprengen.
  • 1

Brüssel/ParisBei Razzien in Belgien und Frankreich hat die Polizei sieben Islamisten festgenommen. Drei Verdächtige in dem westbelgischen Ort Kortrijk hätten Verbindungen zu radikalen Gruppen unterhalten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag.

Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen hätten die Ermittler Waffen entdeckt. Derzeit werde geprüft, ob die Männer Kontakt zu der Islamistengruppe in Verviers im Osten des Landes hatten, gegen die die Sicherheitskräfte kürzlich vorgegangen waren. Die Verdächtigen dort planten nach Angaben der Behörden Angriffe auf die Polizei.

Bei der Razzia in Verviers waren zwei der bewaffneten Islamisten erschossen worden. Bei den Toten soll es sich um Dschihad-Rückkehrer aus Syrien handeln.

Im südfranzösischen Ort Lunel nahm eine Spezialeinheit der Polizei nach Angaben aus Sicherheitskreisen vier Männer fest. Ziel des Einsatzes sei es gewesen, ein Dschihadistennetz zu sprengen, hieß es. Zwei der Verdächtigen hätten Zeit im Kampfgebiet in Syrien verbracht.

Lunel in der Region Herault hatte zuletzt Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil bis zu zehn Bewohner der Gegend sich nach Medienberichten auf die Ausreise nach Syrien vorbereiteten.

Frankreich hat seit den Anschlägen auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt in Paris den Kampf gegen die Rekrutierung für den Dschihad verstärkt. Auch in Belgien und Deutschland kam es seither zu mehr Festnahmen in der Islamistenszene als üblich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Mutmaßliche Islamisten festgenommen: Erneut Razzien in Frankreich und Belgien"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Das stimmt sicherlich, muss eine Zeitungsente sein, es gibt doch gar kein Problem mit Islamismus in Europa! Das sagt auch der Spiegel und SPon immer. Und die lügen doch nicht!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%