Nach 30 Jahren Militärpräsenz
Syrien will Abzug aus Libanon beenden

HB BERLIN. Syrien hat angekündigt, seinen Truppenabzug aus dem Libanon bis Sonntag abschließen zu wollen. «Morgen wird alles vorüber sein», sagte ein ranghohes Mitglied der Streitkräfte der Nachrichtenagentur AP. Seit der Ermordung des früheren libanesischen Regierungschefs Rafik Hariri am 14. Februar steht die syrische Regierung unter Druck. Auf Massendemonstrationen warfen die Menschen der Regierung des Nachbarlandes vor, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Daraufhin hatte der syrische Staatspräsident Baschar Assad Anfang April einen kompletten Abzug bis Ende des Monats angekündigt.

Laut AP räumten die syrischen Truppen am Abend mehrere Stützpunkte im nördlichen Bekaa-Tal nahe der Grenze. Dutzende Lastwagen mit hunderten Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge, die Geschütze und Raketenwerfer zogen, sind nach Aussagen von Augenzeugen auf dem Weg zum Grenzübergang Masnaa.

Damit beendet Syrien auf internationalen Druck seine Militärpräsenz im Libanon nach fast frei Jahrzehnten noch vor der libanesischen Parlamentswahl, die bis zum 29. Mai stattfinden soll.

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