Nach 35 Jahren
USA schicken Botschafter nach Libyen

Die USA wollen erstmals seit knapp 35 Jahren wieder einen Botschafter nach Libyen entsenden. US-Präsident George W. Bush benannte den Diplomaten Gene Cretz für die Aufgabe, der bislang Vize in Israel ist und die gleiche Aufgabe zuvor an der Mission in der syrischen Hauptstadt Damaskus ausübte.

HB TRIPOLIS. Der bisher letzte US-Botschafter in Tripolis hatte seinen Posten am 7. November 1972 geräumt, 1980 wurde die Vertretung völlig geschlossen. Erst im Februar 2004 eröffneten die USA wieder eine Interessenvertretung in Libyen, nachdem das Land auf Massenvernichtungswaffen verzichtet hatte. Am 31. Mai 2006 nahmen beide Staaten wieder volle diplomatische Beziehungen auf, und die US-Vertretung wurde zu einer Botschaft aufgewertet.

Bush hatte dem libyschen Staatschef Muammar Gaddafi am Montag einen Brief übermittelt, in dem er diesem für die Abkehr von Massenvernichtungswaffen dankte, aber auch die Lösung noch offener Fragen anmahnte.

So haben sich die USA für die Freilassung von fünf bulgarischen Krankenschwestern stark gemacht, die in Libyen zum Tode verurteilt sind. Die Strafe war am Mittwoch vom Obersten Gericht des nordafrikanischen Landes bestätigt worden und soll nun einem von der Regierung kontrollierten Gremium vorgelegt werden. Auch über Libyens Entschädigungszahlungen für die Opfer eines 1988 über dem schottischen Lockerbie gesprengten Flugzeugs der US-Gesellschaft Pan Am gibt es nach wie vor Streit.

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