Nach 60-jährigen Verhandlungen
Rotes Kreuz nimmt Israelis und Palästinenser auf

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat nach fast 60-jährigen Verhandlungen israelische und palästinensische Hilfsorganisationen aufgenommen. Möglich wurde dieser historische Schritt, nachdem der Streit um die Symbole der Organisation beigelegt worden war.

HB GENF. Die 192 Unterzeichnerstaaten der Genfer Konvention und die 183 nationalen Gesellschaften stimmten am Donnerstag mit der nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit und nach zweitägigen Beratungen für eine Mitgliedschaft der israelischen Organisation Magen David Adom (MDA) und der palästinensischen Gesellschaft Roter Halbmond.

Die internationale Hilfsorganisation führt nun zusätzlich ein neues Zeichen ein - einen roten Kristall in der Form eines Diamanten, der bei Bedarf mit dem Symbol des Magen David Adom, einem roten Davidstern, ergänzt werden können soll. Das dritte Zeichen war nötig geworden, weil die islamischen Mitglieder nicht bereit waren, den Davidsstern als international anerkanntes Symbol für die israelische Rettungsgesellschaft zu akzeptieren.

Den Angaben nach soll das neue Logo nicht nur in Israel selbst genutzt werden, sondern überall dort, wo es Organisationen auf Grund seiner Neutralität den Zugang zu Bedürftigen erleichtern und das Risiko für ihre Mitarbeiter reduzieren könnte. Das internationale Rote Kreuz verspricht sich von der Mitgliedschaft der beiden neuen Gruppen zudem generell eine bessere Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinensern, die sich im Nahost-Konflikt gegenüberstehen.

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