Nach angeblichem Flugzeug-Abschuss
Vater des abgestürzten Piloten bittet IS um Gnade

Die IS-Terrormiliz hat einen jordanischen Kampfjet-Piloten gefangen genommen, angeblich nach dem Abschuss einer F-16-Maschine. Die US-Streitkräfte bestreiten das. Nun hat sich der Vater des Gefangenen zu Wort gemeldet.
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AmmanDer Vater des von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefangen genommenen jordanischen Kampfjet-Piloten hat die Extremisten gebeten, seinen Sohn gut zu behandeln. Safi Jussef al-Kaseasbeh erinnerte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Amman die IS-Verantwortlichen daran, dass sein Sohn Muslim wie sie seien. Er appellierte an sie, seinen Sohn frei zu lassen. Seit der Gefangennahme des Piloten am Mittwoch ist nichts mehr über dessen Schicksal bekanntgeworden.

Der IS hat angegeben, die jordanische F-16 bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition abgeschossen und den Piloten gefangen genommen zu haben, der sich nach Angaben der Koalition mit dem Schleudersitz aus dem abstürzenden Kampfjet rettete. Fotos schienen die Gefangennahme zu belegen.

Die US-Streitkräfte widersprachen den IS-Angaben, die jordanische F-16 sei abgeschossen worden. „Die Beweise deuten eindeutig darauf hin, dass ISIL das Flugzeug nicht abgeschossen hat, wie die Terrororganisation behauptet“, hieß es in einer Erklärung des US-Zentralkommandos vom Mittwoch.

Unter anderem hatten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und eine vom IS geduldete Gruppe namens Rakka Media Center von dem Abschuss durch die Extremisten berichtet. Das jordanische Militär hatte zunächst nur erklärt, die Maschine sei abgestürzt, ohne einen Grund zu nennen.

Der operative Leiter des Einsatzes gegen den IS, Lloyd J. Austin, verurteilte die Gefangennahme des Jordaniers. „Wir werden Bemühungen für seine sichere Rettung unterstützen und werden die Versuche von ISIL nicht zulassen, diesen unglücklichen Flugzeugabsturz für ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen.“ ISIL ist eines der üblichen Akronyme für den Islamischen Staat.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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