Nach Angriff auf Mariupol: EU will Druck auf Russland erhöhen

Nach Angriff auf Mariupol
EU will Druck auf Russland erhöhen

Wegen der andauernden Kämpfe in der Ostukraine wollen die Staats- und Regierungschefs der EU den Druck auf Russland erhöhen. Experten werfen Putin vor, die Separatisten militärisch zu unterstützen.
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BrüsselDie EU-Staats- und Regierungschefs wollen wegen der Kämpfe in der Ostukraine den Druck auf Russland erhöhen.

Nach dem jüngsten Raketenangriff auf die südostukrainische Stadt Mariupol sollten die Außenminister der Gemeinschaft bei ihrem Treffen am Donnerstag „angemessene Schritte prüfen, besonders weitere restriktive Maßnahmen“, heißt es in einer am Dienstag vom EU-Ratspräsidium veröffentlichten Erklärung der 28 EU-Regierungschefs.

Ziel müsse eine schnelle und umfassende Umsetzung des im September ausgehandelten Minsker Abkommens zu einer Befriedung der Lage in der Ostukraine sein. „Wir fordern Russland auf, das Vorgehen der Separatisten zu verurteilen und das Minsker Abkommen umzusetzen“, heißt es in der Erklärung.

EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte bereits am Samstag gefordert, dass Europa nun entschieden auf den Angriff reagieren müsse, bei dem mehr als 30 Menschen starben. Der Raketenbeschuss auf Mariupol wird den prorussischen Separatisten zugeschrieben. Die EU und die Nato werfen Russland vor, die Separatisten militärisch zu unterstützen.

Die EU hat gegen Russland bereits im vergangenen Jahr Wirtschaftssanktionen verhängt. Auf dem informellen EU-Gipfel am 12. Februar könnte über weitere Sanktionen entschieden werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nach Angriff auf Mariupol: EU will Druck auf Russland erhöhen"

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  • Herr Stock,
    Ich bin etwas irritiert, dass Kommentare stehenbleiben, die
    Gaucks Rede nicht verstanden haben.
    Die heutige Generation soll nicht die SCHULD der Nazis tragen
    sondern aus diesen Verfehlungen durch Kentniss der Geschichte
    lernen - eben diese Geschchte in der Gegenwart zu vermeiden.

    Auch in diesem Beitrag könnte es bei den Sanktionen darum
    gehen, dass RU ab 2020 die Gaslieferung nach Europa über
    die Ukraine einstellt.
    Mit Provokation und Falschbeschuldigung erreicht man
    wenig. Poroschenko hat bei der Befreiungfeir nichts
    verloren - ebenso in der Politik.

  • Vielleicht ist der Krieg längst beschlossen
    Nur das genaue Datum fehlt noch

  • Nachdem auch Frau Merkel und ihre Kollegen wissen, dass die Sanktionen Putin niemals zum Einlenken bewegen werden, stellt sich die Frage , was will die EU erreichen. Braucht der Westen einen Krieg und kann er ihn gewinnen ? Wenn die Sanktionsschraube bis zum Anschlag angezogen ist, wird Putin die Ostukraine kassieren. Mal sehen ,was Frau Merkel dann macht. Sie kann ja mal mit Herrn Könighaus sprechen.

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