Nach Anschlägen
Briten suchen die Terror-Hintermänner

Nach den Vorkommnissen in Großbritannien warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor ähnlichen Terrorakten auch hierzulande. „Auch Deutschland ist im Visier des islamistischen Terrorismus. Wir müssen in naher Zukunft mit schweren Anschlägen auch bei uns rechnen“, sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg der „Passauer Neuen Presse“. „Der Hintergrund ist, dass Deutschland sein Engagement in Afghanistan weiter ausgebaut hat, zuletzt mit der Entsendung der Tornados. Das hat die Terrorgefahr hierzulande weiter erhöht.“

Dagegen hatte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Sonntag erklärt, die Sicherheitslage in Deutschland sei unverändert. Es gebe bisher „keinerlei Erkenntnisse“, dass die Anschlagsvorbereitungen einen Bezug nach Deutschland hätten. Die Anschläge zeigten aber, dass Europa „im Fadenkreuz“ des internationalen Terrors stehe. Am Samstag hatte das Innenministerium erklärt, die Sicherheitsmaßnahmen würden nicht verschärft. Sie seien bereits vor einigen Tagen weiter verstärkt worden, nachdem potenzielle Selbstmordattentäter in einem Video auch Deutschland als Ziel genannt hätten.

GdP-Chef Freiberg sagte, es gebe radikale Islamisten, die ihre Ausbildung in Afghanistan oder Pakistan absolvieren oder gerade hinter sich hätten und bereit seien, in Deutschland Anschläge zu verüben. Davor hätten Schäuble und die Sicherheitsbehörden erst kürzlich gewarnt.

Schäuble plädierte in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ am Sonntagabend erneut dafür, die Videoüberwachung vor allem in Großstädten auszudehnen. „Dass man es an Brennpunkten öffentlicher Sicherheit, zunehmend auch in den Großstädten, machen sollte, darüber diskutieren wir seit langem. Ich glaube, dass das auch grundsätzlich richtig ist“, sagte er.

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