Nach Anschlag
Regierung schließt Schulen in Pakistan

Einen Tag nach dem Selbstmordanschlag auf die Internationale Islamische Universität von Islamabad hat die pakistanische Regierung die vorübergehende Schließung aller Bildungseinrichtungen des Landes angeordnet. Die Streitkräfte gehen unterdessen weiter mittels einer Großoffensive Süd-Waziristan gegen die Taliban vor.
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HB ISLAMABAD. Wie pakistanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden übereinstimmend berichteten, bleiben Schulen und Universitäten aus Sicherheitsgründen zunächst bis Anfang der kommenden Woche geschlossen.

Am Dienstag hatten nach jüngsten Angaben der Polizei zwei Selbstmordattentäter in einem Universitäts-Café und in der Fakultät für islamische Rechtslehre (Scharia) sechs Menschen mit in den Tod gerissen. Das Innenministerium hatte die radikal-islamischen Taliban für die Tat verantwortlich gemacht, gegen die das Militär seit Samstag eine Großoffensive in deren Hochburg Süd-Waziristan führt.

Die Streitkräfte setzten ihren Vormarsch in dem Stammesgebiet auch am Mittwoch fort. Dabei wurden nach Armeeangaben mindestens 15 Extremisten und drei Sicherheitskräfte getötet. Besonders heftige Gefechte habe es in der Region Kotkai gegeben, dem Geburtsort von Taliban-Chef Hakimullah Mehsud. Seit Beginn der Kämpfe starben nach offizielle Angaben damit bislang etwa 115 Taliban und 15 Soldaten. Eine unabhängige Bestätigung für die Opferzahlen und den Verlauf der Militäroperation gibt es nicht.

In Süd-Waziristan stehen sich mehr als 30 000 Soldaten und etwa 15 000 schwer bewaffnete Aufständische gegenüber. Auslöser der Offensive war eine blutige Terrorserie Anfang Oktober mit mehr als 160 Toten. Zu den Anschlägen in Städten Lahore und Rawalpindi sowie in der Nordwest-Grenzprovinz hatte sich die von Mehsud geführte Bewegung "Tehrik-e-Taliban Pakistan" bekannt.

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