Nach Anschlag vom 19. März
Taiwans Innenminister erklärt Rücktritt

Zwei Wochen nach dem Attentat auf Präsident Chen Shui-bian hat der Taiwanesische Innenminister Yu Cheng-hsien sein Amt aufgegeben. Ministerpräsident Yu Shyi-kun nahm den Rücktritt nach offiziellen Angaben am Montag in Taipeh an.

HB TAIPEH. In der vergangenen Woche war bereits der Direktor des Nationalen Sicherheitsrates, Tsai Chao- ming, wegen des Anschlag am 19. März einen Tag vor den Präsidentwahlen von seinem Amt zurückgetreten. Yu Cheng-hsien hatte bereits am Abend des Anschlags seine Demission angeboten, war jedoch gebeten worden, vorerst im Amt zu bleiben.

Nach der Wahl war es zu heftigen Protesten der Anhänger des unterlegenen Kandidaten Lien Chan gekommen. Präsident Chen Shui-bian hatte schließlich einer Neuauszählung der Stimmen zugestimmt. Der unterlegene konservative Herausforderer Lien Chan hatte von Wahlmanipulationen gesprochen und angedeutet, das Attentat könne gar inszeniert worden sein, um dem dabei leicht verletzten Präsidenten zu Sympathiestimmen zu verhelfen. Chen Shui-bian hatte einen Vorsprung von nur 30 000 Stimmen.

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