Nach Atomtest in Nordkorea
US-Bomber fliegen über südkoreanischen Stützpunkt

Strategische US-Bomber haben Südkorea überflogen, eskortiert von japanischen und südkoreanischen Kampfflugzeugen. Nordkoreas Staatsmedien kritisieren die Flüge scharf und sprechen von einer „endgültigen Zerstörung“.

SeoulWenige Tage nach dem jüngsten nordkoreanischen Atomtest haben die USA ein Zeichen der militärischen Stärke und der Unterstützung für ihren Verbündeten Südkorea gesetzt. Zwei strategische Bomber des Typs B-1B überflogen am Dienstag in niedriger Höhe und mit geringer Geschwindigkeit den südkoreanischen Luftwaffenstützpunkt Osan.

Dieser befindet sich 77 Kilometer entfernt von der entmilitarisierten Zone an der Grenze zum Norden. Nordkoreas Staatsmedien reagierten mit scharfen Tönen auf den Einsatz und warnten davor, die „endgültige Zerstörung“ auszulösen.

Die Bomber seien von der Pazifikinsel Guam gestartet und zunächst von japanischen Kampfflugzeugen eskortiert worden, teilte das US-Militär mit. Später hätten südkoreanische und amerikanische Jets Begleitschutz gegeben. Der Flug fand unter den Augen von General Vincent Brooks statt, der das Kommando über die 28.500 in Südkorea stationierten US-Soldaten hat.

„Die heutige Demonstration zeigt nur ein Beispiel einer ganzen Reihe militärischer Möglichkeiten“, erklärte er. Der Langstreckenbomber B-1B wurde in den 90er Jahren für rein konventionelle Angriffe umgerüstet und wurde im Irak und Afghanistan umfangreich eingesetzt.

In den nordkoreanischen Staatsmedien wurden die Flüge scharf kritisiert. Die öffentliche Meinung im Land „explodiert wie ein Vulkan“, meldete die Nachrichtenagentur KCNA. Weder Sanktionen, Provokationen noch Druck könnten den Status Nordkoreas als Atommacht schmälern. „Bösartige politische und militärische Provokationen werden nur zu einer Flut von Atomangriffen führen, die die endgültige Zerstörung herbeiführen werden.“

Am Freitag hatte das international isolierte Land seinen fünften Atomtest unternommen und damit weltweit Kritik ausgelöst. Während die USA und Südkorea auf weitere Strafmaßnahmen dringen, warnt China vor einseitigen Schritten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%