Nach Atomtest Nordkorea droht Südkorea

Nordkorea gibt sich immer aggressiver: Erst drohte das Land den USA mit einem Atomschlag, nun kündigte es den Nichtangriffspakt mit Südkorea auf. China ist „besorgt“ – zumal Südkorea scharf auf die Provokation reagierte.
Update: 08.03.2013 - 12:04 Uhr 17 Kommentare
Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Der Waffenstillstand ist aufgehoben. Quelle: dpa

Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Der Waffenstillstand ist aufgehoben.

(Foto: dpa)

Seoul/WashingtonNach der Androhung eines atomaren Erstschlags gegen die USA hat Nordkorea auch den Nichtangriffspakt mit Südkorea aufgekündigt. Alle Übereinkommen über einen Waffenstillstand zwischen Nord- und Südkorea seien aufgehoben, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag das staatliche „Komitee zur friedlichen Wiedervereinigung Koreas“. Auch das Rote Telefon als ständige Verbindung zum Süden werde mit sofortiger Wirkung gekappt.

Südkorea hat in scharfem Ton auf die Drohungen Nordkoreas reagiert. Das Regime von Machthaber Kim Jong Un werde zugrunde gehen, sollte es Südkorea mit Atombomben angreifen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Kim Min Seok, am Freitag in Seoul. Auch die USA wiesen die Atombomben-Drohungen des kommunistischen Landes zurück. „Die USA sind voll und ganz in der Lage, sich gegen nordkoreanische Raketendrohungen zu verteidigen“, sagten die Sprecher von Weißem Haus und Außenministerium am Donnerstag in Washington wortgleich.

In Europa werde am Montag beraten, ob die EU über die UN-Sanktionen hinaus weitere Maßnahmen ergreifen werde, sagte Außenminister Guido Westerwelle am Freitag in Berlin. Er appellierte an China, seinen Einfluss auf Nordkorea zu nutzen, um die Provokationen und Verstöße gegen internationales Recht zu beenden.

Auch Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich „sehr besorgt“. Die Staatengemeinschaft werde sich davon aber nicht unter Druck setzen lassen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. „Die Rechnung geht nicht auf, dass die Welt sich von Kriegsdrohungen beeindrucken lässt.“

Das Vorpreschen Nordkoreas hat mittlerweile tatsächlich die chinesische Regierung auf den Plan gerufen. „China ruft alle beteiligten Seiten auf, Ruhe zu bewahren und Zurückhaltung zu üben“, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. „Alle Handlungen, die weitere Spannungen bewirken könnten“, müssten vermieden werden. China sei angesichts der Entwicklung „besorgt“, sagte die Sprecherin.

Am Donnerstag hatte der Uno-Sicherheitsrat drei Wochen nach dem jüngsten nordkoreanischen Atomwaffentest die Sanktionen gegen das Land verschärft – mit Chinas Unterstützung. Zuvor hatte die Führung in Pjöngjang mit einem atomaren Erstschlag gegen die USA gedroht. Diese wiesen die Drohung mit dem Verweis zurück, die USA seien vollkommen in der Lage, sich gegen einen Raketenangriff aus Nordkorea zu verteidigen.

Zudem hatte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums einen weiteren Korea-Krieg angesichts einer derzeit laufenden gemeinsamen Militärübung der Streitkräfte Südkoreas und der USA für "unvermeidlich" erklärt. "Da die USA im Begriff stehen, einen Atomkrieg anzufangen, werden wir unser Recht eines präventiven Nuklearangriffs gegen die Kommandozentralen der Aggressoren ausüben, um unsere höchsten Interessen zu schützen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang.

Wenige Stunden darauf reagierten die Vereinten Nationen mit neuen Sanktionen auf den jüngsten Kernwaffenversuch des kommunistisch regierten Landes vom 12. Februar. Die Weltgemeinschaft werde das Streben Nordkoreas nach Atomwaffen nicht tolerieren, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Der Sicherheitsrat nahm die Resolution nach dreiwöchigen Verhandlungen zwischen den USA und China einstimmig an. Darin wird eine weitere Beschränkung von Finanz-Transaktionen festgelegt und ein hartes Durchgreifen gegen den Im- und Export verbotener Güter gefordert. Der Führung des verarmten Landes wird in der Entschließung die Einfuhr von Luxusgütern wie Jachten, Rennwagen, Luxusautos und Schmuck untersagt. Damit soll ein Schlupfloch geschlossen werden, da Länder bislang selbst darüber entscheiden konnten, welche Produkte Luxusgüter sind.

Nordkorea droht mit atomarem Erstschlag

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17 Kommentare zu "Nach Atomtest: Nordkorea lässt Nichtangriffspakt mit Südkorea platzen"

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  • TRAURIG was HIER ALLES LESEN MUSSTE VON Satane DIE nur töten lassen wollen !!! UND NICHT WISSEN , DASS NICHT BESIEGBAR wen MORAL WICHTIGER ALS DAS LEBEN UND IM WISSEN DER TOD KOMMT SOWIESO
    ABER NUR MIT LEBEN GEBEN FÜR MORAL HAB NUR BEWIESEN MENSCH WAR . MORAL WICHTIGER ALS LEBEN GEDUCKT . UND wer den BEWEIS ERST BRAUCHT : " WAR/EN MENSCH/ EN UND HÄTTEN ERNST NEHMEN SOLLEN " . . . . SATANE DIE MIT ZU STERBEN HABEN aber NICHT MORAL GENUG DAZU und SCHON NÄCHSTEN KRIEG SUCHEN . KRIEG KANN GEWINNEN ABER NICHT FRIEDEN , wenn KRIEG OHNE MORAL URSACHE WAR SONDERN MACHT ÜBER . . . .




    Lieber Allah, das Elend stinkt nach Arsch!
    Saphia Azzeddine

    ATHEIST SICH Gott
    SOUVERÄN
    Frank Frädrich WILL AUCH WAHRHEITEN WISSEN WELCHE NURNOCH 4 IM ZUSAMMENHANG WISSEN

    Jesus spricht zu ihm : Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben ; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
    Johannes 14,6


  • M.E. etwas zu locker gesehen. Wie gesagt, Irre sind gefährlich und oft unberechenbar. Hier geht's leider nicht nur um ein paar Knallfrösche, sondern um Atomwaffen, die selbst bei technisch miserabler Ausführung immer noch gewaltigen Schaden mit Langzeitfolgen anrichten können. Mir ist dabei gar nicht nach Lachen zumute.

  • Das klingt so bedrohlich als würde uns Luxemburg den Krieg erklären

  • Tri tra tralala, Kasperle ist wieder da.

    Wollt jetzt eine Geschichte im Kaspertheater sehen? Wie der gute Onkel Kim den bösen Amerikanern auf der Nase herumtanzt?

    Und da sage jemand, die Chinesen hätten keinen Humor.



  • Sollte es zum Zwergerl-Aufstand kommen, dann wird es ein ziemlich kurzer sein. Ich glaube nicht, dass China sich von irgendjemand seine wichtigsten Absatzmärkte kaputt machen lasst. Schon gar nicht von einem Provinz-Diktator. Die chinesische Regierung wird alles daran setzen, um eine militärische Auseinandersetzung zu vermeiden. 1. Ist China der grösste Geldgeber für Amerika. Eine Währungsreform ist in Amerika schon beschlossene Sache. Sie muss noch durch die Parlamente. Hauptverlierer wäre China und Japan, weil diese Länder die höchsten Anteil an Staatsanleihen haben. 2. Die daraus folgende Krise würde zum Umsturz der Regierung führen, denn in China kocht die Volksseele. Wir bekommen dies bloss nicht mit. Dies hat zur Folge. China lässt Nordkorea fallen, wie eine heisse Kartoffel. Lieber einen demokratischen Staat als Nachbar als ein kommunistisches Sorgenkind oder Nordkorea wird von der roten Armee besetzt. Ausserdem wer sagt denn, dass all die nordkoreanischen Soldaten ihren Kopf hinhalten wollen. Nordkoreaner sind auch nur Menschen und der menschliche Überlebenstrieb hat schon so manche Schlacht entschieden. Verweise nur auf die irakische Armee, die in Scharen übergelaufen sind. Es gab auch in Deutschland einen möchte gern Politiker, der glaubte auch er könnte von Berlin aus die Welt erobern. Naja, das Ende ist bekannt. Ich gehe eher davon aus das nordkoreanische Soldaten nur auf einen günstigen Augenblick warten, um eine Fliege zumachen. Jedem Soldaten einen KIA-Mittelklasse Wagen voll mit Lebensmittel hin, dann wird der Spuk schnell vorbei sein. Käuflich ist jeder, kommt immer nur auf den Preis an.

  • "Da die USA im Begriff stehen, einen Atomkrieg anzufangen, werden wir unser Recht eines präventiven Nuklearangriffs gegen die Kommandozentralen der Aggressoren ausüben, um unsere höchsten Interessen zu schützen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang."
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    Holla!? Hier leidet wohl jemand unter massivem Realitätsverlust, typisch für Steinzeit-Kommunisten. Es wird Zeit, diesen Möchtegern aus dem Verkehr zu ziehen, idealerweise eine Aufgabe für die Chinesen, die die Szene inzwischen wohl mit einiger Sorge betrachten dürften...
    Der Familie Kim ist wohl inzwischen ihre eingebildete "Göttlichkeit" zu Kopf gestiegen, anders ist so ein Verhalten nicht zu erklären. Das Problem ist, das Irre eben irr-ational handeln und somit saugefährlich werden können, will sagen, in diesem Falle eine Menge Leid über eine Menge Menschen bringen.
    Der Kommunismus hat im Laufe seiner Geschichte über 90 Millionen Tote zu verantworten, davon alleine schon Millionen in Nord-Korea. Es ist genug, die Zeit solch primitiver Diktaturen sollte abgelaufen sein. Hier im Westen ist auch nicht alles Gold, was glänzt, aber um Größenordnungen besser ist's alleweil!

  • Und man darf dabei nicht vergessen, dass er ja die Versuche noch in Natura machen muss, weil ihm die Supercomputer durch das Embargo vorenthalten werden, gelle!

  • Hm, ist da Diktator-Bubi so sauer auf China, dass er jetzt mit großem Knall untergehen mag? Aggression ist nie ein guter Ratgeber aber der angebotene aber wphl nicht stattgefunden Talk über amerikanischen Sport mit Obama lässt evtl. eine so übermäßig aufgeplusterte Person auch sauer reagieren. Ich wär da auch sauer, wenn Obama mich nicht anruft und dazu noch alle anderen gegen mich aufhetzt, Atombombe hin oder her, davon haben ja auch alle welche :-)


  • Eine völlig durchgeknallte Diktator.

    Balken drüber und zuschei...!

  • Druck erzeugt Gegendruck.

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